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23.12.2015

09:44 Uhr

InSight startet nicht

Nasa sagt geplante Mars-Mission ab

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den für März geplanten Start ihrer Marsexpedition InSight wegen technischer Probleme abgesagt. Ob der Roboter überhaupt noch zum Roten Planeten fliegen wird, ist damit ungewiss.

Die Nasa-Illustration zeigt den Roboter auf dem Mars. Doch ob InSight wirklich noch zum Roten Planeten fliegt, ist ungewiss. ap

Mars-Roboter InSight

Die Nasa-Illustration zeigt den Roboter auf dem Mars. Doch ob InSight wirklich noch zum Roten Planeten fliegt, ist ungewiss.

ChicagoDie US-Weltraumbehörde Nasa hat ihre für März geplante Mars-Mission abgesagt. Es gebe ein Problem mit einem von der französischen Weltraumbehörde CNES bereitgestellten Seismographen, der mit dem Roboter InSight zum Roten Planeten fliegen sollte, erklärte die Nasa am Dienstag.

Versuche, ein Leck an der Vakuumdichtung des Geräts zu reparieren, seien fehlgeschlagen. Für einen Start im März 2016 sei die Mission daher „nicht bereit“, so der Nasa-Wissenschaftler John Grunsfeld.

Der Roboter InSight sollte auf der Marsoberfläche die Entwicklung des Planeten erforschen und herausfinden, ob sein Kern fest ist oder flüssig wie bei der Erde. Dazu sollte InSight unter anderem seismische Aktivitäten messen und Tiefenbohrungen vornehmen.

Der geplatzte Starttermin im März dürfte die Mission nun drastisch verzögern oder sogar ganz gefährden: Marsflüge sind nur alle zwei Jahre möglich. Der nächste Starttermin wäre im Mai 2018.

Die Nasa ist noch nicht sicher, ob sie angesichts enger Budgetgrenzen an der Mission festhält. Die Entscheidung werde „in den kommenden Monaten“ fallen, sagte Grunsfeld. Andere Mars-Missionen seien von der Absage nicht betroffen. Auch eine bemannte Mars-Mission werde weiter für die 2030er Jahre anvisiert.

CNES-Leiter Jean-Yves Le Gall sagte, die Absage der Mission sei „ein harter Schlag“. Die einzige gute Nachricht sei, dass das Problem mit dem französischen Gerät noch auf der Erde entdeckt wurde.

Der Chef des CNES-Raumfahrtzentrums in Toulouse, Marc Pircher, versprach, eine Lösung für das Problem zu finden. Bis zu dem Zeitfenster für einen Start im kommenden Jahr werde dies aber nicht gelingen.

Von

afp

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