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16.09.2011

03:33 Uhr

ISS bleibt bemannt

Sojus-Raketen sollen wieder starten

Die International Raumstation ISS bleibt weiter mt Personal besetzt. Die russische Raumfahrtbehörde habe die Ursache der Panne mit der „Sojus“-Rakete vom August gekärt und will wieder bemannte Flüge aufnehmen.

Das Handout der Nasa zeigt die Raumstation ISS über der Erde am 23.05.2011. dpa

Das Handout der Nasa zeigt die Raumstation ISS über der Erde am 23.05.2011.

Moskau/WashingtonDie Internationale Raumstation ISS muss nach der Panne einer russischen „Sojus“-Rakete im August doch nicht evakuiert werden. Die bemannten Flüge zum Außenposten der Menschheit könnten fortgesetzt werden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag (Ortszeit) mit. Der russische Partner habe die Ursache für den Absturz eines „Progress“-Raumtransporters ermittelt und einen Plan für eine sichere Wiederaufnahme der bemannten Flüge entwickelt, erklärte der zuständige Nasa-Manager Michael Suffredini.

Ende August war ein unbemannter russischer Raumfrachter wegen einer fehlerhaften „Sojus“-Trägerrakete mit rund 2,6 Tonnen Nachschub für die ISS kurz nach dem Start abgestürzt. Dies hatte international Sorge um die Zukunft der Raumstation ausgelöst. Eine Evakuierung schien wahrscheinlich. Denn nach dem Ende des amerikanischen Space-Shuttle-Programms kann etwa die Nasa ihre Astronauten derzeit nur in „Sojus“-Kapseln in den Orbit bringen.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will ihre bemannten Flüge nun aber Mitte November wieder aufnehmen - und wird dabei von den internationalen Partnern unterstützt. Bis dahin werden drei Astronauten auf der ISS die Stellung halten. Die andere Hälfte der derzeit sechs Bewohner legte in der Nacht zum Freitag plangemäß nach 164 Tagen im All in einer „Sojus“-Kapsel von der ISS ab und machte sich auf den Rückweg zur Erde.

Die Kosmonauten Alexej Borissenko und Alexander Samokutjajew sowie der US-Astronaut Ron Garan sollten am Freitagmorgen um 6.00 Uhr MESZ in Kasachstan landen. In der zentralasiatischen Steppe warten bereits Rettungskräfte und Ärzte auf die etwa drei Tonnen schwere Kapsel, die während der letzten Meter an Bremsfallschirmen hängt. Die drei Raumfahrer hatten seit Anfang April in rund 350 Kilometern Höhe über der Erde zahlreiche wissenschaftliche Experimente durchgeführt.

Auf der ISS verblieben der US-Amerikaner Mike Fossum sowie der Russe Sergej Wolkow und Satoshi Furukawa aus Japan. Im November starten drei Raumfahrer vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur, um ihnen Verstärkung zu leisten.

Bereits am 1. Oktober will Russland die nach dem Absturz ausgesetzten Flüge mit einer „Sojus“-Trägerrakete wieder aufnehmen. Vom nordrussischen Kosmodrom Plessezk werde dann ein Satellit vom Typ Glonass-M ins All geschossen, teilte Oberst Alexej Solotuchin am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau mit.

Von

dpa

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