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03.02.2016

20:13 Uhr

ISS

Kosmonauten beenden Außenarbeiten an Raumstation

Routiniert montieren und hantieren zwei russische Raumfahrer im freien Weltraum. Es ist der 193. Weltraumspaziergang für Arbeiten an der Station ISS. Als Besonderheit schicken sie rund 70.000 SMS ins All.

Zu Beginn des Einsatzes ließ einer der Kosmonauten eine Speicherkarte mit SMS-Botschaften in den freien Weltraum schweben. dpa

Blick auf die Erde

Zu Beginn des Einsatzes ließ einer der Kosmonauten eine Speicherkarte mit SMS-Botschaften in den freien Weltraum schweben.

MoskauBei einem mehrstündigen Außeneinsatz haben zwei russische Kosmonauten Geräte für Experimente an der Außenwand der Internationalen Raumstation ISS angebracht. Der Einsatz verlief effizient. Nach rund viereinhalb Stunden schwebten Juri Malentschenko und Sergej Wolkow etwa eine Stunde früher als geplant durch die Schleuse wieder zurück an Bord der ISS, wie die Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau am Mittwoch mitteilte.

Die beiden erfahrenen Kosmonauten testeten unter anderem ein spezielles Klebeband für künftige Reparaturarbeiten an der ISS. Zudem sammelten sie einen Behälter mit organischen und biologischen Stoffen ein. Auf der Erde sollen die Proben später chemisch, toxikologisch und mikrobiologisch untersucht werden.

Der Arbeitseinsatz im freien Weltraum verlief Berichten zufolge ohne Zwischenfälle. Ein Ausstieg von zwei US-Astronauten Mitte Januar war aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen worden, weil sich ein Wassertropfen im einem der Helme gebildet hatte.

Zu Beginn des Einsatzes ließ Malentschenko eine Speicherkarte mit SMS-Botschaften in den freien Weltraum schweben. Auf der Karte befanden sich 70.000 „Danke“-Nachrichten, die Russen anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai 2015 geschickt hatten. Die Aktion trug den Titel „SMS für ISS“.

Für Malentschenko war es der sechste, für Wolkow der vierte sogenannte Weltraumspaziergang. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Engländer.

Von

dpa

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