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27.01.2005

22:45 Uhr

Forschung + Medizin

Jede Bewegung zählt beim Kampf gegen die Pfunde

Es muss gar nicht Aerobic sein. Das Geheimnis der Schlankheit liegt nach Erkenntnissen von US-Forschern in den ganz alltäglichen Bewegungen: Treppensteigen statt Fahrstuhl, Abwaschen per Hand statt per Geschirrspüler, Fußweg statt Auto oder Bus.

dpa WASHINGTON. Es muss gar nicht Aerobic sein. Das Geheimnis der Schlankheit liegt nach Erkenntnissen von US-Forschern in den ganz alltäglichen Bewegungen: Treppensteigen statt Fahrstuhl, Abwaschen per Hand statt per Geschirrspüler, Fußweg statt Auto oder Bus.

Der Körper verbrenne selbst dann Kalorien, wenn er mit dem Fuß den Takt schlage, schreiben James Levine und Kollegen von der Mayo Klinik in Rochester (US-Bundesstaat Minnesota) im Wissenschaftsjournal „Science“ (Bd. 307, S. 584) vom Freitag.

Das Team machte die Probe aufs Exempel. Es stattete zehn normal gewichtige Menschen und zehn leicht übergewichtige mit Sensoren am Körper aus. Diese zeichneten jede noch so kleine Bewegung rund um die Uhr auf. Alle Teilnehmer hatten Berufe, die sie zum Sitzen zwangen. Sie gingen während der zehntägigen Untersuchung ihren gewohnten Aufgaben nach, nahmen die Mahlzeiten jedoch in einer Klinik ein, so dass gleich große Portionen mit der exakt gleichen Kalorienzahl gewährleistet waren.

Die Auswertung von insgesamt 150 Mill. Messdaten ergab, dass die schlankeren Menschen im Durchschnitt 150 Minuten am Tag länger „in Bewegung“ waren als die etwas fülligeren. Dieses Bewegungs-Plus sorgte dafür, dass sie täglich 350 Kalorien mehr verbrannten, erläutert Levine. Als Maßeinheit für den aktiveren Stoffwechsel benutzte sein Team den Begriff „Non-Exercise Activity Thermogenesis“ - Neat - (Verbrennung durch nicht an Sport gebundene Aktivitäten).

Dass „Couch Potatoes“ sich von Natur aus weniger bewegen - und nicht in Folge ihres Gewichts -, wiesen die US-Forscher in einer weiteren Phase der Studie nach. Sie setzten die zehn fülligeren Teilnehmer auf Diät, während die schlankeren Menschen täglich 1 000 Kalorien zu viel zu sich nehmen mussten. Die Bewegungsfreude der „Couch Potatoes“ nahm durch das Abnehmen aber nicht zu. Die schlankeren Vergleichspersonen bewegten sich dagegen auch mit zusätzlichen Pfunden mehr und schufen damit die Voraussetzung für ein natürliches Abspecken.

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