Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.12.2016

15:19 Uhr

Kampf gegen Aids

Südafrika testet Impfstoff gegen HIV

Den Aids-Erreger HIV per Impfung zu bekämpfen, daran arbeiten Mediziner schon lange – bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt wird erstmals seit Jahren wieder ein potenzieller Impfstoff an Menschen getestet.

Der Aids-Erreger HIV unter dem Elektronenmikroskop. dpa

HI-Viren

Der Aids-Erreger HIV unter dem Elektronenmikroskop.

JohannesburgZum ersten Mal seit sieben Jahren soll es wieder einen Impfstoff-Test an gesunden Menschen gegen den Aids-Erreger HIV geben. Das Präparat basiert auf einem Impfstoff, der in Thailand geprüft wurde und eine Wirksamkeit rund 30 Prozent zeigte, wie die südafrikanische Forschungsorganisation SAMRC mitteilte.

An der neuen Studie namens HVTN 702 sollen 5400 freiwillige Erwachsene in Südafrika teilnehmen. Wann der erste Mensch geimpft wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Aids durch Küssen?: Noch immer viele Mythen über HIV und Aids

Aids durch Küssen?

Noch immer viele Mythen über HIV und Aids

Jeder Fünfte unter 30-Jährige glaubt, dass man sich beim Küssen mit den HI-Virus anstecken kann, zeigt ein Emnid-Umfrage. Trotz jahrelanger Aufklärung gibt es immer noch große Wissenslücken beim Thema HIV und Aids.

„Wir beginnen jetzt mit einer wissenschaftlichen Untersuchung, die unserem Land große Hoffnung macht“, sagte die Leiterin der Forschungseinrichtung, Glenda Gray, in Johannesburg. Nach Schätzungen der UN-Organisation UNAIDS waren im vergangenen Jahr um die 19 Prozent der südafrikanischen Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren mit HIV infiziert.

Der bislang einzige große Impfstoff-Test gegen HIV am Menschen hatte vor einigen Jahren allenfalls moderate Erfolge gebracht. Die RV144-Studie bezog 16.000 Freiwillige in Thailand ein.

Wie üblich erhielt eine Gruppe den Impfstoff, die zweite ein wirkstoffloses Scheinpräparat (Placebo). Die Wirkstoff-Gruppe hatte innerhalb von 3,5 Jahren ein um 31,2 Prozent geringeres Risiko, sich zu infizieren, berichteten Forscher 2009 im „New England Journal of Medicine“.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×