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05.11.2014

16:16 Uhr

Kampf gegen Ebola

Madrider Patientin verlässt Klinik

Bei der Versorgung eines Missionars aus Westafrika hat sich eine Pflegerin mit dem Ebola-Virus infiziert. Einen Monat lang wurde die Frau in einem Krankenhaus behandelt. Nun hat sie die Klinik unter Beifall verlassen.

Teresa Romero hat die Klinik in Madrid unter viel Beifall auf einem Rollstuhl verlassen. AFP

Teresa Romero hat die Klinik in Madrid unter viel Beifall auf einem Rollstuhl verlassen.

MadridDer erste Fall einer Ebola-Infektion von Mensch zu Mensch in Europa hat ein glückliches Ende gefunden. Die Madrider Patientin nach einem Monat aus dem Krankenhaus in der spanischen Hauptstadt entlassen. Bei Blutanalyse waren bei der 44-Jährigen zuletzt keine Ebola-Viren mehr festgestellt worden. „Ich fühle mich noch etwas schwach“, sagte die Pflegehelferin am Mittwoch in die Runde der wartenden Journalisten, Angehörigen und Freunden, als sie unter viel Beifall auf einem Rollstuhl die Klinik verließ.

Die Frau hatte sich bei der Versorgung eines aus Westafrika eingeflogenen Missionars mit dem Virus infiziert. Der Madrider Gesundheits-Beauftragte Javier Rodríguez, selber Arzt, hatte ihr indirekt die Schuld an der Infizierung gegeben und gesagt, man brauche „keinen Master, um einen Schutzanzug richtig anzulegen“.

Die Frau bedankte sich bei den „selbstlosen Ärzten“, die ein Wunder vollbracht hätten. Die Medienvertreter bat sie, ihre Privatsphäre zu respektieren. „Wir werden irgendwohin fahren, wo ihr uns nicht finden werdet“, sagte der Ehemann zu den Journalisten.

Wo Ihr Geld im Kampf gegen Ebola am besten aufgehoben ist

Wie man am besten spenden sollte

Das DZI rät dazu, keine zweckgebundenen Spenden zu geben. Das erhöhe nur den Verwaltungsaufwand. Außerdem bestehe die Gefahr, dass für eine Krise zu viel und für eine andere zu wenig gespendet wird. Eine freie Spende an eine seriöse Organisation, das heißt ohne Zweckbindung, sei stets die beste und wirksamste Art zu helfen. Das DZI hat aber eine Liste zusammengestellt von empfehlenswerten Organisationen, die zur Ebola-Spende aufrufen, sie ist auch abrufbar unter unter www.dzi.de.

ChildFund Deutschland e.V.

Child Fund hat seinen Sitz in Nürtingen, trägt das DZI-Spendensiegel und wird von dem Institut zur Spende für Ebola empfohlen. Informationen unter www.childfund.de.

Deutscher Caritasverband e.V.

Die Caritas ist Deutschlands größter Wohlfahrtsverband und wird vom DZI für Ebola-Spenden empfohlen. Infos unter www.caritas-international.de.

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk „action medeor“

„Action Medeor“ ist laut eigenen Angaben das größte europäische Medikamentenhilfswerk. Das DZI empfiehlt es bei Spenden für Ebola. Wie man spenden kann: www.medeor.de.

Deutsches Rotes Kreuz

Seit Ausbruch von Ebola hat das Rote Kreuz laut eigenen Angaben mehr als 3.500 Freiwillige in der Region geschult. Das DZI empfiehlt die Organisation für eine Spende für Ebola. Weitere Infos unter: www.drk.de.

Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 60 Jahren weltweit im Einsatz und fördert lautet eigenen Angaben jährlich im Durchschnitt 150 Hilfsmaßnahmen. Das DZI rät zu einer Spende an die Organisation. Infos unter www.diakonie-katastrophehilfe.de.

Don Bosco Mission

Weniger bekannt in Deutschland ist die Don Bosco Mission, eine Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Das DZI empfiehlt die Organisation für eine Spende für Ebola. Weitere Informationen über ihre Arbeit: www.donboscomission.de.

Weitere Empfehlungen des DZI

Weiter empfiehlt das DZI folgende Organisationen für eine Ebola-Spende: Handicap Internationl (www.handicap-international.de), Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ (www.sternsinger.de), Medico International (www.medico.de), Plan International Deutschland (www.plan-deutschland.de), SOS-Kinderdörfer weltweit (www.sos-kinderdörfer.de).

Die 44-Jährige werde ein normales Leben führen können, bis zur völligen Genesung dauere es aber einige Zeit, teilten die Ärzte mit. Auf die Frage, ob die Patientin irgendwann in Lebensgefahr gewesen sei, sagte eine Tropenmedizinerin: „Es gab kritische Momente“.

Von

dpa

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