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17.10.2014

17:30 Uhr

Kampf gegen Ebola

WHO räumt Stümpereien bei der Virus-Bekämpfung ein

Die Weltgesundheitsorganisation WHO übt sich beim Kampf gegen das Ebola-Virus in Selbstkritik. Sie hätte den Ausbruch wegen inkompetenter Mitarbeiter vor Ort und interner Bürokratie nicht schnell genug erkannt.

Eine Mediziner im Schutzanzug vor seinem Einsatz. Die Vereinten Nationen haben deutlich weniger Geld im Kampf gegen Ebola eingenommen als erhofft. ap

Eine Mediziner im Schutzanzug vor seinem Einsatz. Die Vereinten Nationen haben deutlich weniger Geld im Kampf gegen Ebola eingenommen als erhofft.

Washington/LondonDie Weltgesundheitsorganisation hat Fehler bei der Eindämmung des Ebola-Virus in Westafrika eingeräumt. Der Ausbruch sei unter anderem wegen einer falschen Einschätzung der Krankheit, nicht kompetenter WHO-Mitarbeiter vor Ort und interner Bürokratie nicht schnell genug in seiner Dimension erkannt und angegangen worden, heißt es im Entwurf eines Papiers der UN-Organisation, zu dem die Nachrichtenagentur AP am Freitag Zugang bekam.

Der Mitentdecker des Ebola-Virus, Peter Piot, stimmte am Freitag mit dieser Selbstkritik der WHO überein. Die Organisation habe bei weitem zu langsam gehandelt, sagte der Mediziner. Daran sei vor allem das WHO-Büro in Afrika schuld. „Sie machten überhaupt nicht, das Büro ist schlechtweg nicht kompetent“, kritisierte er.

Wo Ihr Geld im Kampf gegen Ebola am besten aufgehoben ist

Wie man am besten spenden sollte

Das DZI rät dazu, keine zweckgebundenen Spenden zu geben. Das erhöhe nur den Verwaltungsaufwand. Außerdem bestehe die Gefahr, dass für eine Krise zu viel und für eine andere zu wenig gespendet wird. Eine freie Spende an eine seriöse Organisation, das heißt ohne Zweckbindung, sei stets die beste und wirksamste Art zu helfen. Das DZI hat aber eine Liste zusammengestellt von empfehlenswerten Organisationen, die zur Ebola-Spende aufrufen, sie ist auch abrufbar unter unter www.dzi.de.

ChildFund Deutschland e.V.

Child Fund hat seinen Sitz in Nürtingen, trägt das DZI-Spendensiegel und wird von dem Institut zur Spende für Ebola empfohlen. Informationen unter www.childfund.de.

Deutscher Caritasverband e.V.

Die Caritas ist Deutschlands größter Wohlfahrtsverband und wird vom DZI für Ebola-Spenden empfohlen. Infos unter www.caritas-international.de.

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk „action medeor“

„Action Medeor“ ist laut eigenen Angaben das größte europäische Medikamentenhilfswerk. Das DZI empfiehlt es bei Spenden für Ebola. Wie man spenden kann: www.medeor.de.

Deutsches Rotes Kreuz

Seit Ausbruch von Ebola hat das Rote Kreuz laut eigenen Angaben mehr als 3.500 Freiwillige in der Region geschult. Das DZI empfiehlt die Organisation für eine Spende für Ebola. Weitere Infos unter: www.drk.de.

Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 60 Jahren weltweit im Einsatz und fördert lautet eigenen Angaben jährlich im Durchschnitt 150 Hilfsmaßnahmen. Das DZI rät zu einer Spende an die Organisation. Infos unter www.diakonie-katastrophehilfe.de.

Don Bosco Mission

Weniger bekannt in Deutschland ist die Don Bosco Mission, eine Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Das DZI empfiehlt die Organisation für eine Spende für Ebola. Weitere Informationen über ihre Arbeit: www.donboscomission.de.

Weitere Empfehlungen des DZI

Weiter empfiehlt das DZI folgende Organisationen für eine Ebola-Spende: Handicap Internationl (www.handicap-international.de), Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ (www.sternsinger.de), Medico International (www.medico.de), Plan International Deutschland (www.plan-deutschland.de), SOS-Kinderdörfer weltweit (www.sos-kinderdörfer.de).

In dem WHO-Papier steht ferner, Experten hätten schneller erkennen müssen, dass der Ebola-Ausbruch mit traditionellen Mitteln nicht aufzuhalten sei in einer Region mit durchlässigen Grenzen und darniederliegenden Gesundheitssystemen. Seit dem Ausbruch Ende 2013 starben nach jüngsten Zahlen der WHO bisher 4484 Menschen an dem Virus.

Die Zahlungen der UN-Mitgliedstaaten in den Sondertopf zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika sind einem US-Zeitungsbericht zufolge bislang weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Anstatt der von den Vereinten Nationen geforderten eine Milliarde Dollar seien bisher nur 100.000 Dollar (rund 79.000 Euro) eingegangen, berichtete die „New York Times“ am Freitag unter Berufung auf UN-Mitarbeiter. Das Geld stammt demnach von der kolumbianischen Regierung.

Die Vereinten Nationen wollen mit dem Topf flexibler auf die Anforderungen bei der Bekämpfung der Seuche reagieren können. Das Virus hat nach Angaben der Weltgesundheitsbehörde (WHO) bereits rund 4500 Menschen getötet und bedroht die Wirtschaft in den ohnehin bitterarmen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die bisherigen Zahlungen in den Fonds zuvor irrtümlich mit 20 Millionen Dollar beziffert. Hierbei handelte es sich aber um Zusagen, nicht um tatsächlich gezahltes Geld.

Kommentare (2)

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Frau Dr. Max Motte

17.10.2014, 18:00 Uhr

WHO = Weltpharmaorganisation?

Werden wir von den Massenedien auch beim Thema "Ebola" belogen?

Regierungen beschlagnahmen kolloidales Silber, das erfolgreich zur Behandlung von Ebola-Patienten eingesetzt wird!

Versuche in Westafrika natürliche Mittel zur Ebola-Behandlung zukommen zu lassen, werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterdrückt.

Mehrere Sendungen von Silberkolloid wurden blockiert!

Darüber hinaus wird berichtet, dass WHO-Vertreter eine Studie auf einer Ebola-Isolierstation abgesagt haben. Örtliche Gesundheitsbehörden wollten dort Silberkolloid verabreichen; das sich nach Angaben der US-Regierung als sehr wirksam gegen Ebola erwiesen hat!

Die WHO ordnete den Abbruch der Studie an!

Behörden blockieren 3x eine Sendung von Silberkolloid.

Wie die intern. Nichtregierungsorganisation "Natural Solutions Foundation" (NSF) mitteilt, ist sie mit dem Versuch, Silberkolloid nach Sierra Leone zu schicken, bislang gescheitert.
Die Organisation wollte 200 Pack. Silberkolloid schicken.
Die Sendung wurde nun zum 3x in die USA zurückgeschickt.

Zuvor vertrauliche Dokumente, die vom Verteidigungsministerium übergeben wurden, zeigen, dass sich antimikrobielle Silber-Lösungen wie die, welche die NSF jetzt nach Afrika zu schicken versucht, im Kampf gegen Ebola als wirksam erwiesen haben!

Das bestätigen Untersuchungen, die schon 2008 beim Ministerium und anderen US-Bundesbehörden durchgeführt wurden, deren Resultate jedoch von Gesundheitsbehörden, Regierung und der WHO weitgehend verschwiegen werden.

Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Medien nichts über "Kolloidales Silber"?

Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

Medienkonzerne, Pharmakonzerne, Energiekonzerne, ... gehören die alle zusammen und keiner weiß es?

[...]

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Frau Ellis Müller

20.10.2014, 08:13 Uhr

Sind für meinen Geschmack ein bisschen viel Stümpereien oder, wie Steinmeier sagte, Fehleinschätzungen in Zusammenhang mit einem derart tödlichen Virus.

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