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08.09.2013

13:35 Uhr

Kampf gegen Lichtschmutz

Sternenparks sollen die Nacht retten

Die Nacht ist längst nicht mehr das, was sie mal war: Künstliches Licht erhellt im weiten Umkreis der Städte den dunklen Himmel und bringt die Natur aus dem Gleichgewicht. „Sternenparks“ sollen die Nacht retten.

Die Stadt Duisburg erhellt den Nachthimmel. Das künstliche Licht im Umkreis der Städte bringt die Natur zunehmend aus dem Gleichgewicht. dpa

Die Stadt Duisburg erhellt den Nachthimmel. Das künstliche Licht im Umkreis der Städte bringt die Natur zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Essen/GülpeAls die Dämmerung hereinbricht, deutet Hobby-Astronom Thomas Gursch zum Himmel. „Dort ist bereits die Wega in der Leier zu sehen“, sagt er. Sein Finger wandert weiter: „Das ist der Atair im Adler, dort drüben der Deneb im Schwan“, beschreibt Gursch das sogenannte Sommerdreieck.

Er und seine Vereinsfreunde an der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen haben schon ihre Teleskope aufgebaut. Der Himmel ist klar, nur das Blinken der Flugzeuge stört gelegentlich das Bild. Je dunkler es wird, desto mehr Sterne erscheinen – insgesamt werden etwa 200 bis 500 Himmelskörper heute Nacht zu sehen sein.

Doch das sind eigentlich viel zu wenige: Das Licht der Städte verdrängt in den dicht besiedelten Regionen Deutschlands den Nachthimmel. Tausende Sterne gehen in den Lichtglocken über den Ballungsräumen verloren. „Deep-Sky-Objekte wie Gasnebel und Galaxien sind deswegen hier kaum zu sehen“, sagt Gursch.

Das Problem, mit dem die Sternenfreunde kämpfen, hat einen Namen: Lichtverschmutzung. Das Licht der Straßenbeleuchtung, der Werbeschilder, der Gebäudestrahler verschwindet nicht einfach im Himmel – Staub und Moleküle in der Atmosphäre streuen das Licht und sorgen so dafür, dass es im weiten Umfeld der Städte nicht mehr vollständig dunkel wird. Mittlerweile befassen sich Forschung und Naturschutz mit dem Phänomen. Sie sehen die Gesundheit der Menschen und die Artenvielfalt der Tiere bedroht.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.09.2013, 13:50 Uhr

"Je dunkler es wird, desto mehr Sterne erscheinen – insgesamt werden etwa 200 bis 500 Himmelskörper heute Nacht zu sehen sein."
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Eine Schande ist das! Normal wären rund 6000 sichtbare Sterne bis 6 mag. und die Milchstraße habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen, geschweige denn eine richtig dunkle Nacht erlebt.

Merkur

09.09.2013, 10:27 Uhr

Auf der Dachterrasse im Ferienhaus an der Ostküste Mallorcas sehe ich nachts ohne Fernglas mehr Sterne als hier mit dem Teleskop. Unser Sohn legt sich gern spät abends auf die Dachterrasse uns sieht sich den Sternenhimmel an.
Ich freue mich schon darauf, dass ich irgendwann mal im August zum "Sternschnuppenregen" auf Mallorca sein werde und mir dieses Schaupiel von dort unten ansehen kann.

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