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06.02.2014

18:42 Uhr

Kernforschungszentrum

CERN erwägt Riesen-Teilchenbeschleuniger

Bis zu 100 Kilometer lang könnte ein neuer Ringtunnel werden: Das europäische Kernforschungszentrum will den LHC-Teilchenbeschleuniger ersetzen – 100 Wissenschaftler aus aller Welt prüfen die Machbarkeit.

Ein Modell des Tunnels des Large Hadron Collider (LHC) bei Genf: 2012 war darin die vermutliche Existenz des als „Gottesteilchen“ bezeichneten Higgs-Boson experimentell belegt worden. dpa

Ein Modell des Tunnels des Large Hadron Collider (LHC) bei Genf: 2012 war darin die vermutliche Existenz des als „Gottesteilchen“ bezeichneten Higgs-Boson experimentell belegt worden.

GenfDas europäische Kernforschungszentrum CERN erwägt den Bau eines neuen gigantischen Teilchenbeschleunigers. Unter der Erde zwischen Frankreich und der Schweiz könnte künftig ein bis zu 100 Kilometer langer Ringtunnel gebaut werden, teilte die Forschungseinrichtung am Donnerstag in Genf mit.

Eine Machbarkeitsstudie soll kommende Woche lanciert werden: Rund 100 Wissenschaftler aus aller Welt sollen dann in Genf zusammenkommen, um die Studie in Angriff zu nehmen.

Der neue Teilchenbeschleuniger könnte künftig den bisherigen sogenannten LHC-Teilchenbeschleuniger des CERN ablösen. Dieser war ab den 80er Jahren geplant worden und erst 25 Jahre später in Betrieb gegangen. In dem 27 Kilometer langen Ringtunnel mehr als hundert Meter unter der Erde lassen die CERN-Wissenschaftler Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen.

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Seit einigen Jahren wird auch erwogen, einen geraden Teilchenbeschleuniger zu bauen, der etwa 80 Kilometer lang wäre. Der LHC-Teilchenbeschleuniger steht derzeit still und soll 2015 wieder in Betrieb genommen werden. Er soll noch rund 20 Jahre lang laufen.

In dem LHC-Teilchenbeschleuniger war 2012 die vermutliche Existenz des als „Gottesteilchen“ bezeichneten Higgs-Boson experimentell belegt worden. Mit dem sogenannten Higgs-Mechanismus wird im Standardmodell der Elementarteilchen-Physik erklärt, wie die Teilchen - also die Grundbausteine der Materie - ihre Masse erhalten. Im vergangenen Jahr wurden der Brite Peter Higgs und der Belgier François Englert für die Entwicklung der Theorie mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.

„Wir wissen noch wenig über das Higgs-Boson“, erklärte CERN-Forschungsdirektor Sergio Bertolucci. „Erst die nächsten Ergebnisse des LHC werden uns zeigen, welchen Forschungssträngen wir künftig folgen müssen und welche Art von Beschleuniger dazu am besten geeignet ist.“

Von

afp

Kommentare (6)

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Ingenieur

06.02.2014, 18:58 Uhr

Es freut mich als Nicht-Physiker, dass Europa doch den Mut hat, sich der Quantenforschung zu stellen. Quantenphysik, das wohl kommende Bindeglied zwischen Esoterik und Physik. Mal sehen, ob mit dem neuen Beschleuniger der Brückenschlag gelingt.

werner

06.02.2014, 19:24 Uhr

genau das ist es was die welt braucht,wissenschafter,wissenschaftler,wissenschaftler und keine korrupten bundesheinis,korrupte arbeitsscheue volksverraeter und kriminelle desperado politiker

Schwarze_Loecher

06.02.2014, 20:53 Uhr

Blinde Technikeuphorie ist mindestens ebenso dumm wie blinde Technikfeindlichkeit. Mit den Schwarzen Löchern ist es wie mit der Gentechnik: Hat man das Zeug erst mal freigesetzt, kann es niemand mehr zurückholen. Intelligenz sieht anders aus.

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