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21.09.2012

14:58 Uhr

Ketamin

Partydroge mit Heilwirkung

Die Partydroge Ketamin lindert offenbar auch Schwermut. Wissenschaftler erkunden, wie die umstrittene Substanz im Gehirn wirkt, um den Weg für eine neue Generation von Antidepressiva zu ebnen.

Die Wissenschaftler hoffen, neue Medikamente entwickeln zu können, um Menschen mit Depressionen besser zu helfen. dpa

Die Wissenschaftler hoffen, neue Medikamente entwickeln zu können, um Menschen mit Depressionen besser zu helfen.

DüsseldorfDie als Partydroge und Narkotikum bekannte Substanz Ketamin verändert den Botenstoffhaushalt im Gehirn und damit das Bewusstsein. Dieser Wirkmechanismus könnte helfen, neue Antidepressiva zu entwickeln, erklären die Mediziner Simone Grimm und Milan Scheidegger in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „Gehirn und Geist“.

Die erste kontrollierte Wirksamkeitsstudie mit Ketamin führten Wissenschaftler um den Psychiater Carlos Zarate vom National Institute of Mental Health (NIMH) durch. Sie verabreichten einer kleinen Gruppe von 17 schwer Depressiven entweder eine Infusion mit Ketamin oder mit einer Kochsalzlösung.

Die Ketamindosis lag dabei weit niedriger als bei der Anästhesie, hatte also keine betäubende Wirkung. Die Studienteilnehmer hatten im Schnitt bereits sechs verschiedene fehlgeschlagene Behandlungsversuche hinter sich.

Der Effekt der Ketamin-Behandlung übertraf alle Erwartungen: Binnen 110 Minuten gingen bei der Hälfte der Betroffenen die Beschwerden um 50 Prozent zurück. Bis zum Ende des ersten Tages hatten 71 Prozent der Patienten auf das Medikament angesprochen.

Kommentare (1)

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buerger54

21.09.2012, 18:38 Uhr

Stand vor 2 Jahren im Ärzteblatt. Kann man bei Wikipedia nachlesen.

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