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21.08.2014

08:22 Uhr

Klimawandel

Forscher entdecken Mechanismus hinter Extremwetterlagen

Global betrachtet hat sich die Zahl andauernder Extremwetterlagen in den letzten 30 Jahren verdoppelt. Eine neue Studie erklärt, was hinter den Wetterphänomene stecken könnte.

Potsdamer Institut für Klimaforschung (PIK): Im Bild zu sehen ist eine Simulation für das Jahr 2470 mit einem Temperaturrückgang über dem nördlichen Atlantik. dpa

Potsdamer Institut für Klimaforschung (PIK): Im Bild zu sehen ist eine Simulation für das Jahr 2470 mit einem Temperaturrückgang über dem nördlichen Atlantik.

München/PotsdamKältewellen in den USA, Überschwemmungen in Deutschland und Waldbrände in Russland - extreme Wetterlagen nehmen seit Jahren zu. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat in einer Mitte August veröffentlichten Studie einen Mechanismus entdeckt, der diese Wetterphänomene erklären soll: Immer häufiger ziehen Höhenwinde in der Atmosphäre die immer gleiche Schleife, anstatt - wie eigentlich üblich - bei ihrem Weg um den Globus die Bahnen zu ändern. Das berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ („PNAS“).

Das Problem: Wenn die Zugbahn der sogenannten Jetstreams sich nicht verändert, fixiert dies die Wetterlage an einer Stelle. In der Folge kommt es zu extremen Hitzewellen und Dürren oder anhaltenden Regenfällen.

Global hat sich die Zahl solcher andauernden Extremwetterlagen in den letzten 30 Jahren verdoppelt, sagt Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung des Rückversicherers Munich Re.

Welchen Einfluss der Klimawandel auf die immer gleiche Bewegung des Jetstreams hat, ist demnach unklar. Die PIK-Forscher sehen einen Zusammenhang. „Allerdings ist das bislang nur eine Hypothese, die zwar plausibel erscheint, aber keineswegs gesichert ist“, kommentiert Höppe die Studie.

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Weil Treibhausgase für eine Erwärmung der Arktis sorgen, schmelzen Schnee- und Eisflächen. Helle Flächen, die Sonnenstrahlung zum Großteil reflektieren, verschwinden, und die dunkleren Flächen erwärmen sich schneller durch die erhöhte Strahlungsabsorption. Der Temperaturunterschied zwischen Nord und Süd nimmt deshalb ab.

Doch genau dieser Unterschied ist es, der den Starkwind normalerweise antreibt. „Die Erwärmung der Arktis und die immer häufigere langanhaltende Konstanz der Bahn der Höhenwinde korrelieren. Ob sie tatsächlich auch kausal zusammenhängen, muss noch bewiesen werden“, meint Höppe.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

21.08.2014, 08:48 Uhr

Und schon wieder die Angstmärchenerzähler vom PIK. Es gibt kein Extremwetter. Alles war auf dieser Erde schon mindestens Eine Millionen Mal zu finden. Unser Leben braucht dieses Wetter Ereignisse. Nur diese unterschiedlich straken Wetterlagen und die Anpassung an dieses Wetter in den verschieden Klimazonen hat uns als Menschheit geprägt und dieser ständig statt findende Klima = Wandel ist Basis für unsere Evolution Weiterentwicklung auf diesen Planeten Erde. Anpassung war und ist immer an das Klima/Wetter gekoppelt. Und Anpassung heißt Evolution (Weiterentwicklung). Der Mensch wird sich durch das Klima/Wetter immer weiter Entwickeln und mit seinen technischen Fähigkeiten sich immer wieder an das jeweilige Wetter/Klima anpassen bzw. mit Maschinen und Kraftwerken sich immer mehr vom Wetter UNABHÄNGIG machen. Mit der Energiewende begibt sich Deutschland wieder in die Abhängigkeit von Wetter und Klima. Dies ist ein Rückschritt in der menschlichen/technischen Evolution. Und führt, wenn dieser Energiewendeweg so weiter geht, direkt in das Aussterben einer hochtechnologischen und sozialen Wohlstandsgesellschaft in Deutschland und EU-weit.

Herr Mohammed Chang

21.08.2014, 09:40 Uhr

Glauben Sie eigentlich den Blödsinn den Sie da schreiben oder sind Sie etwa nur ein Troll?
Seit ca. 10.000 Jahren herrscht ein recht konstantes Wetter auf diesem Planeten. Das hat dazu geführt das der Mensch sich in Siedlungen niederließ und Ackerbau & Viehzucht betrieb. Vorher gab es keine solche Entwicklung obwohl Homo Sapiens zu diesem Zeitpunkt rund 170.000 Jahre auf der Erde wandelte.
Was also passiert wenn sich das Klima der Erde wieder dahin begibt wo es vor über 10.000 Jahren war?
Sie erzählen etwas von Anpassung, Evolution und Weiterentwicklung. Mit Ihrer Einstellung hätten wir bis heute kein Feuer.
Zum Glück gibt es noch Menschen die auf die Fehler der Vergangenheit schauen um neue Möglichkeiten für Morgen zu finden.

Account gelöscht!

21.08.2014, 10:30 Uhr

@Mohammed Chang
10 000 Jahre konstantes Klima...haben wohl noch nichts von Großen und Kleinen Eiszeiten gehört, die wir ständig in den letzten 10.ooo Jahren hatten. Und Kälte Zeiten sind eine wirkliche Herausforderung. Wenn Sie noch jung genug sind, werden Sie dies in den nächsten Jahren noch erleben dürfen. Warmzeiten sind dagegen Gute Zeiten für unser Leben. Wir werden noch froh sein, dass wir auf die Kraftwerkstechnik einen Kraftwerkspark zugreifen können, wenn die Zeiten kälter werden. Und schon heute geht nichts mehr ohne einen Kraftwerkspark (Kohle, Gas, Uran). Die sog. Erneuerbaren Energien sind ein Geschäftsmodell für Abzocker und Gesellschaft Vernichter. Nicht die Erneuerbare Energien sind die Energiequellen Zukunft, sondern in der Kernkraft/Fusion liegt die Zukunft und damit die Weiterentwicklung der Menschen. Egal ob EU-Deutschland jetzt weiter diesen Selbstmörderischen EE-Weg geht. Die Energiewelt schaut in eine Zukunft OHNE Erneuerbare Energien und entwickelt die Kernkraft weiter und weiter aus.

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