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24.01.2005

13:20 Uhr

Forschung + Medizin

Klimawandel könnte in zehn Jahren unumkehrbar sein

Die Klimaerwärmung könnte einer internationalen Studie zufolge in zehn Jahren unumkehrbar sein und dann katastrophale Folgen haben. Dazu gehören nach den Befürchtungen der Autoren lange Dürreperioden, Missernten, ein Anstieg des Meeresspiegels und ein weit verbreitetes Waldsterben.

Klimawandel in Patagonien

Das obere Bild zeigt einen Gletscher im Jahre 1928, der ein ganzes Tal einnimmt. Das untere Bild ist wenige Wochen alt - und zeigt den gleichen Gletscher.

dpa LONDON. Die Klimaerwärmung könnte einer internationalen Studie zufolge in zehn Jahren unumkehrbar sein und dann katastrophale Folgen haben. Dazu gehören nach den Befürchtungen der Autoren lange Dürreperioden, Missernten, ein Anstieg des Meeresspiegels und ein weit verbreitetes Waldsterben.

Wie die britische Zeitung „The Independent“ am Montag vorab berichtete, ist es das erste Mal, dass eine internationale Studie einen Punkt benennt, von dem an es „kein Zurück mehr“ geben soll. Der Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wird, ist von Politikern, Wirtschaftsmanagern und Wissenschaftlern finanziert worden. Die kritische Marke ist nach ihrer Meinung bei einer Kohlendioxid-Konzentration erreicht, die die durchschnittliche Welttemperatur im Vergleich zu 1 750 um mehr als zwei Grad Celsius ansteigen lässt.

Das Jahr 1 750 wählten die Forscher, weil in den darauf folgenden Jahrzehnten die Industrielle Revolution in Europa einsetzte und der damit einhergehende Klimawandel begann. Bisher liegt der Temperaturanstieg den Angaben zufolge bei 0,8 Grad.

Noch bedenklicher sei, dass die Kohlendioxid-Konzentration in rund zehn Jahren auf 400 ppm (parts per million/Teile pro Mill. Teile) gestiegen sein werde, schreibt „The Independent“. Bei dieser Konzentration sei eine künftige Steigerung der Globaltemperatur um zwei Grad unvermeidbar.

„Da tickt eine ökologische Bombe“, sagte der ehemalige britische Verkehrsminister Stephen Byers, der den Bericht mit initiiert hat. Federführend waren das britische Institute for Public Policy Research (Ippr), das Center for American Progress in den USA und das Australia Institute. Der Bericht ruft die acht größten Industriestaaten, die G8-Länder, dazu auf, bis 2025 ein Viertel ihrer Elektrizität aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Der Klimaschutz soll dieses Jahr neben einem Schuldenerlass für die ärmsten Länder das wichtigste Thema der britischen G8-Präsidentschaft sein.

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