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27.11.2013

11:52 Uhr

Komet Ison

Schicksalsstunde für einen Schweifstern

Quelle:dpa

Vor einigen Tagen hatte der Komet Ison Stücke seines Kerns verloren und leuchtete danach heller als je zuvor. Am Donnerstag zieht er gefährlich nah an der Sonne vorbei.

Aufnahme des Kometem Ison mit dem Teleskop TRAPPIST aufgenommen. Foto: ESO dpa

Aufnahme des Kometem Ison mit dem Teleskop TRAPPIST aufgenommen.
Foto: ESO

Köln/KatlenburgDas könnte die Schicksalsstunde des Kometen sein, der 4,6 Milliarden Jahre alt ist, vom Randbezirk unseres Sonnensystems kommt und vor gut einem Jahr entdeckt wurde: "Kurz vor 20.00 Uhr nach unserer Zeit wird Ison seinen sonnennächsten Punkt erreicht haben", sagt Experte Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau. Den Sonnenvorbeiflug könnte Ison erfolgreich überstehen, aber er könnte ebenso zerbrechen oder verdampfen.

Böhnhardt sagte, falls Ison die Sonnenpassage am 28. November nicht überleben sollte, werde es ein Aufleuchten geben - eine Art Explosion, bei der sich der Kometenkern auflöst. "Das kann man vielleicht nicht mit dem Auge, aber mit dem Sonnenteleskop sehen. Binnen ein bis zwei Wochen wäre Ison für uns dann gar nicht mehr sichtbar." Möglich ist dem Forscher zufolge aber auch, dass Ison eine "deutliche Aktivitätssteigerung erfährt, ohne zu zerbrechen." Auch dann werde es möglicherweise zu einem hellen Aufleuchten kommen.

Der Komet hatte vor einigen Tagen Stücke seines Kerns verloren und leuchtete danach heller als zuvor. Dass Ison auch tagsüber mit bloßem Auge zu sehen sein wird, hält Böhnhardt für eher unwahrscheinlich.

Informationen der Nasa zu Komet Ison

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