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20.07.2015

13:30 Uhr

Kometenmission Rosetta

Philae hüllt sich in Schweigen

Seit knapp zwei Wochen hat die Europäische Raumfahrtagentur Esa keinen Kontakt mehr zu ihrem Kometenlander Philae. Hat Komet Tschuri die Sonde aus ihrer Parkposition gepustet? Aufgeben will die Esa Philae noch nicht.

Seit November vergangenen Jahres "parkt" die Sonde auf dem Kometen Tschuri. dpa

Landeroboter Philae

Seit November vergangenen Jahres "parkt" die Sonde auf dem Kometen Tschuri.

Berlin/KölnWas ist los mit Philae? Der Landeroboter der Kometensonde Rosetta hat sich seit der jüngsten Kontaktaufnahme vor gut eineinhalb Wochen nicht mehr gemeldet, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag in Köln mitteilte. Seit Tagen arbeiten die Wissenschaftler mit Tricks und Kniffen daran, wieder Verbindung mit dem Minilabor aufzunehmen und seine wissenschaftlichen Instrumente einzuschalten.

Zuletzt hatte sich Philae am 9. Juli bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des DLR gemeldet – um dann erneut in Schweigen zu verfallen. Der Grund für den Kontaktabbruch ist unklar.

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Jubel am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Monatelang hatten die Forscher nichts vom Landeroboter „Philae“ auf dem Kometen „Tschuri“ gehört. In der Nacht kam nun der ersehnte Kontakt – mit 300 Datenpaketen.

Eine Möglichkeit wäre, dass Philae seine Position auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko (Tschuri) verändert haben könnte. Der Zielkomet der Rosetta-Mission rast derzeit auf die Sonne zu und stößt große Mengen Gas und Staub aus. Diese Ausstöße könnten Philaes Position leicht verschoben haben.

„Wir haben in den bisher empfangenen Daten auch Anzeichen dafür, dass Philae sich bewegt haben könnte und seine Antenne dadurch womöglich mehr verdeckt oder anders ausgerichtet ist“, so der Philae-Projektleiter Stephan Ulamec vom DLR. Möglich ist aber auch, dass nicht nur eine der beiden Empfangseinheiten des Landers beschädigt ist, sondern auch eine der beiden Sendeeinheiten nicht fehlerlos arbeitet.

An einem baugleichen Philae-Modell im Kölner DLR testen die Ingenieure nun verschiedene Kommandos, mit denen sie das kühlschrankgroße Landegerät aktivieren wollen. Erprobt wird an dem Bodenmodell auch die Aktivierung eines Arbeitspakets, das bereits im November 2014 nach der Landung von Philae auf dem Kometen erfolgreich ausgeführt wurde und das in dem Lander noch gespeichert ist. Damals hatte das DLR-Team den Landeroboter mit einer Art Notfallprogramm versorgt, damit er fünf Instrumente in Betrieb nehmen konnte. 

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