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15.02.2011

09:49 Uhr

Kometensonde Stardust

Erfolgreiches Rendezvous im All

Mehr als 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt hat sich die Raumsonde Stardust dem Kometen Tempel 1 bis auf 200 Kilometer genähert. Von den dabei aufgenommenen Bildern erhoffen sich Forscher Antworten auf die Frage, wie unser Sonnensystem entstanden ist.

Komet Tempel 1 auf einer Aufnahme der Raumsonde "Deep Impact" aus dem Jahr 2005. Quelle: dapd

Komet Tempel 1 auf einer Aufnahme der Raumsonde "Deep Impact" aus dem Jahr 2005.

WashingtonRendezvous geglückt: Rund 336 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist die US-Sonde Stardust am Kometen Tempel 1 vorbei gerauscht und hat zahlreiche Bilder zur Erde geschickt.

Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, handelte es sich um eine Begegnung praktisch auf Tuchfühlung: Stardust näherte sich dem Kometen am Dienstag bis auf 200 Kilometer. Hauptaufgabe der Raumsonde war es, rund 70 hochauflösende Fotos von der Oberfläche des Himmelskörpers zu schießen.

Das Besondere an der Mission: Tempel 1 bekam nicht zum ersten Mal Besuch von der Nasa. Bereits im Juli 2005 war die Raumsonde „Deep Impact“ in der Nähe und hatte ein 370 Kilogramm schweres Geschoss auf den Kometen abgefeuert. Dabei wurden Staub und Gestein aufgewirbelt, außerdem entstand ein Krater von fast 100 Meter Durchmesser. Seit 2005 hat Tempel 1 in seinem Orbit die Sonne umkreist.

Das aktuelle Rendezvous fand um 5.41 Uhr deutscher Zeit statt. Gut eineinhalb Stunden später richtete die Sonde ihre Antenne aus und begann damit, Daten zur Erde zu funken.

Astronomen haben nun die Möglichkeit, Entwicklungen auf dem Kometen zu untersuchen. Sie wollen die rund 70 neuen Fotos mit Aufnahmen aus dem Jahr 2005 vergleichen. „Hier haben wir die Chance, zu sehen, was sich verändert hat und wie viel sich verändert hat“ so Joseph Veverka, Professor für Astronomie von der Cornell Universität. „Auf diese Weise können wir damit beginnen, die Geschichte einer Kometenoberfläche zu enträtseln.“

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