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06.05.2015

17:17 Uhr

Landeroboter auf Kometen

Philae wird erneut kontaktiert

Was macht „Philae“? Der Landeroboter auf dem Kometen „Tschuri“ liegt im Schatten und ist deshalb auf stand by. Nun könnte er langsam „wach“ werden. Es wird einen neuen Kontaktversuch geben.

Die Raumsonde Rosetta soll erneut versuchen Kontakt mit dem Landeroboter „Philae“ aufzunehmen. dpa

Im „Winterschlaf“ auf dem Kometen

Die Raumsonde Rosetta soll erneut versuchen Kontakt mit dem Landeroboter „Philae“ aufzunehmen.

KölnDie Raumsonde „Rosetta“ startet an diesem Freitag den dritten Versuch, Kontakt zum Landeroboter „Philae“ auf einem fernen Kometen aufzunehmen. Die Kommunikationseinheit auf „Rosetta“ werde wieder eingeschaltet, teilte DLR-Projektleiter Stephan Ulamec am Mittwoch mit. „Im Mai und Juni gibt es eine realistische Hoffnung, dass wir wirklich den Kontakt aufbauen.“ Am 13. August komme der Komet „Tschuri“ der Sonne am nächsten. Die Kommunikationseinheit auf „Rosetta“ bleibe mindestens bis zum 17. August eingeschaltet.

„Philae“ war im November nach zehnjähriger Reise auf dem Kometen „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ im Schatten gelandet, hatte noch einige Daten gesendet und war dann wegen Strommangels in den „Winterschlaf“ gefallen. Der Roboter muss auf Sonne warten, um zu neuer Energie zu kommen und sich dann melden zu können.

Bei ersten Versuchen im März und April war der Lockruf von „Rosetta“ ohne Reaktion verhallt, es gab keine Nachricht von „Philae“. „Das Problem, das wir haben, sind die kalten Temperaturen. Der Lander hat sehr viel Schatten und wird nur kurz von der Sonne angestrahlt. Er bleibt sehr kalt“, erläuterte Ulamec. „Philae“ müsse im Inneren wärmer als minus 45 Grad werden. Die Wissenschaftler hofften, dass die Sonnenenergie reicht.

Zeitplan der Philae-Landung

12. November, 02.35 Uhr

Das Philae-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR/Köln) gibt das „Go“ für die später geplante Trennung von der Raumsonde Rosetta. Nach und nach werden die Instrumente des Landegerätes eingeschaltet.

12. November 08.00 Uhr

Das Rosetta-Kontrollzentrum der Esa in Darmstadt gibt das „Go“ für die Trennung.

12. November 09.35 Uhr

Philae trennt sich von Rosetta.

12. November 15.54 Uhr

Frühester Zeitpunkt für die Landung (Bestätigung: plus ca. 28 Minuten).

12. November 16.33 Uhr

Erwarteter Zeitpunkt für die Landung (Bestätigung: plus ca. 28 Minuten).

Wegen der unklaren Landesituation sei es schwierig, ein Temperaturmodell zu erstellen, sagte Ulamec: Ist „Philae“ von oben frei, so dass die Sonne ungehindert darauf scheinen kann? Oder ist er in eine Höhle gerutscht? Es gebe zwar Panorama-Bilder, aber die Situation über dem Lander sei nicht eindeutig. „Es gibt viele Unsicherheiten“, sagte der Wissenschaftler.

Ende März hatte „Tschuri“ so viel Staub aufgewirbelt, dass „Rosetta“ auf einem dichten Überflug Probleme mit der Orientierung hatte. Die Sonde ging auf Distanz, nähert sich jetzt wieder an und hat nach DLR-Angaben nun einen Abstand von 80 Kilometern.

Von

dpa

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