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27.08.2013

15:10 Uhr

MAKS

Moskaus ungeliebte Luftfahrtschau

Bei der traditionellen Luftfahrtmesse MAKS bei Moskau tritt die Krise in Russlands Luft- und Raumfahrt offen zutage. Von der einstigen Aufbruchsstimmung ist nur wenig zu spüren. Auch Kremlchef Putin bleibt lieber fern.

Anders als in den Vorjahren werden bei der Leistungsschau auf dem Flugfeld Schukowski bei Moskau diesmal keine Großaufträge erwartet. Reuters

Anders als in den Vorjahren werden bei der Leistungsschau auf dem Flugfeld Schukowski bei Moskau diesmal keine Großaufträge erwartet.

MoskauEs gilt als Ohrfeige für Russlands stolze Luft- und Raumfahrtfahrtbranche: Erstmals fehlt Kremlchef Wladimir Putin bei der Eröffnung der Internationalen Fachmesse MAKS bei Moskau. „Keine Milliardenverträge - kein Präsident“, so formuliert es die Zeitung „Moskowski Komsomolez“. Anders als in den Vorjahren würden bei der Leistungsschau auf dem Flugfeld Schukowski diesmal keine Großaufträge erwartet, bestätigt der Sprecher der Veranstalter, Boris Rybak.

Geplant sind Abkommen im Gesamtwert von zehn Milliarden US-Dollar, das wäre ein Drittel weniger als 2011. Die Pariser Luftfahrtmesse Le Bourget verzeichnete zuletzt Aufträge von 150 Milliarden US-Dollar.

Zwar donnern auf den Werbeplakaten der MAKS moderne Jagdflugzeuge über Russland, aber in Wirklichkeit liegt die Luftfahrtbranche des Riesenreichs ziemlich am Boden. Wenige Tage vor Beginn des Aerosalons versagten gleich bei fünf Jets, die präsentiert werden sollten, während einer Generalprobe die Triebwerke.

„Wenn sich eine solche Panne vor den Augen von Gästen aus aller Welt wiederholt, möchte Putin nicht neben ihnen auf der Ehrentribüne sitzen“, sagt Militärexperte Pawel Felgenhauer dem Radiosender Echo Moskwy.

Stolz präsentierte Putin bei der MAKS vor zwei Jahren den Tarnkappen-Kampfjet PAK FA T-50. Das hochmoderne Flugzeug gilt als Antwort auf den US-Stealth-Jäger F-22. Russlands erster neuer Überschall-Jet seit dem Zerfall der Sowjetunion ist für Moskau nicht nur militärisch wichtig. Aus Sicherheitsgründen belegt Washington seine F-22 mit Exportverbot – damit ist der Jet aus Russlands Suchoi-Werk auf dem Weltmarkt nahezu konkurrenzlos.

Doch die Serienproduktion der 20 Tonnen schweren Kampfmaschine wird immer wieder verschoben. Zwar hat Indien bereits 200 Exemplare bestellt. „Die T-50 wird nicht nur zum Rückgrat der russischen Luftwaffe, sondern auch der indischen“, sagt Michail Pogossjan von der Luftfahrtholding OAK der Zeitung „Kommersant“. Aber wegen technischer Probleme soll die Produktion frühestens 2015 beginnen.

Kommentare (8)

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Lotnik_Ing

27.08.2013, 15:33 Uhr

Wenn es nicht so weit wäre, dann würde ich diese Luftfahrtschau sofort besuchen, denn die Russen, Ukrainer bauen die besten Flugzeuge/Hubschrauber/Raketen der Welt!

Wenn die Kamow Ka-52 „Alligator“ am Horizont auftaucht, da flüchtet der Feind, so bedrohlich sieht der Hubschrauber-Insekt aus!

Das europäische Transportflugzeug A400M basiert auf der Antonov AN-70, die bekanntlich 10 Jahre früher geflogen ist...

Die Großtransporter Antonov A124, A225 sind konkurrenzlos!

Die Suchoi SU-35, wunderbar wendig!

Die MIGs, etc., etc...

scharfschuetze

27.08.2013, 16:13 Uhr

Du kannst doch dorthin ziehen, und auch dort bleiben.
Keiner hindert dich daran.
Viel Spaß!

InnerSanctum

27.08.2013, 23:54 Uhr

Article full nonsense. Germany can only dream about such a "crisis".

P.S. Putin is now far away from Moscow and deals with important affairs. In the Far East is now a great flood.

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