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09.11.2011

16:01 Uhr

Mask-Bot

Realistisches Robotergesicht durch Projektion

VonWerner Pluta ,
Quelle:Golem.de

Mask-Bot soll einem Roboter ein realistisches Gesicht verleihen: Das Foto eines Gesichts wird von hinten in eine Maske projiziert. Eine Software animiert das Bild, so dass ein lebendiges Gesicht entsteht.

Der Beamer ist lichtstark genug, damit die Projektion auch bei Tageslicht zu sehen ist. TU München

Der Beamer ist lichtstark genug, damit die Projektion auch bei Tageslicht zu sehen ist.

BerlinDas Gesicht eines Roboters zu gestalten, ist eine schwierige Angelegenheit. Das Gesicht sollte nicht zu technisch aussehen. Es darf aber auch nicht zu menschlich aussehen, da es dann eher abstoßend wirkt.

Möglicherweise haben Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) in München und des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) im japanischen Tsukuba eine Lösung gefunden: Der von ihnen entwickelte Mask-Bot zeigt ein menschliches Gesicht.

Der Mask-Bot besteht aus einer transparenten Kunststoffmaske eines menschlichen Gesichts, auf deren Rückseite sich ein Beamer befindet. Dieser projiziert von hinten ein menschliches Gesicht passgenau in die Maske. So entstehe ein realistischer Eindruck des Gesichts auch noch von der Seite, erklären die Wissenschaftler. Die Entwicklung werde „die Art und Weise prägen, wie wir Menschen in Zukunft mit Robotern kommunizieren“, sagt Gordon Cheng, der das Institut für Kognitive Systeme an der TU München leitet.

Damit das Bild auch bei Tageslicht gut zu erkennen ist, setzen die Wissenschaftler einen sehr starken Beamer ein. Zusätzlich ist die Maske von innen mit einer Substanz beschichtet, die dafür sorgt, dass das Bild hell genug leuchtet. Da der Beamer nur 12 Zentimeter hinter der Maske sitzt, wird eine Fischaugenlinse eingesetzt, damit das Bild in die Maske passt.

Eine mögliche Anwendung für das Robotergesicht sind Telekonferenzen: „Mask-Bot kann dabei das bislang übliche Monitorbild einer Person durch eine echte Nachbildung ersetzen, die mit am Tisch sitzt und genauso aussieht und spricht“, sagt Takaaki Kuratate. „Neben der Verwendung in Videokonferenzen könnten solche Systeme bald Gesprächspartner für ältere Menschen sein, wenn sie alleine Zeit verbringen müssen.“

Dazu wird allerdings in die Maske kein Videostream projiziert. Ein Bild reicht als Vorlage aus. Eine von Kuratate entwickelte Software, die Talking Head Animation Engine, macht aus dem statisches Bild ein bewegtes. Dazu wurde zunächst das Mienenspiel mit Kameras aufgezeichnet.

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