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07.09.2012

18:07 Uhr

Matthias Mann

Deutscher Physiker mit Körber-Preis geehrt

Der deutsche Physiker und Bioinformatiker Matthias Mann ist in Hamburg mit dem Körber-Preis 2012 ausgezeichnet worden. Der 52-Jährige will mit seiner Arbeit neue Erkenntnisse im Kampf gegen Diabetes und Krebs liefern.

Christian Wriedt (l), Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, und der Physiker Matthias Mann bei der Ehrung im Hamburger Rathaus. dpa

Christian Wriedt (l), Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, und der Physiker Matthias Mann bei der Ehrung im Hamburger Rathaus.

HamburgDer interdisziplinär arbeitende Wissenschaftler erhält den mit 750.000 Euro dotierten Preis für seine bahnbrechenden Arbeiten zum Proteom, der Gesamtheit aller Eiweiße eines Lebewesen.

"Sie haben damit, wie es einmal ein anderer so bündig wie poetisch formulierte, die Sprache der Gene in die Sprache des Lebens übersetzt. Denn die Gene liefern nur die Baupläne für Eiweiße, die dann die eigentlichen Akteure in allen Lebewesen sind", sagte Christian Wriedt, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, beim Festakt im Hamburger Rathaus.

Der 52-jährige Wissenschaftler erhofft sich davon unter anderem neue Erkenntnisse im Kampf gegen Diabetes und Krebs. Seit 2007 leitet Mann das Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München. Die Arbeiten am Proteom ergänzen und erweitern das „Human Genome Project“, mit dem das menschliche Genom entziffert wurde.

Mann und seinem Team gelang es bereits, das komplette Proteom einer Hefezelle zu erstellen. Inzwischen arbeiten Forscher in aller Welt an der Aufstellung des kompletten menschlichen Proteoms.

Von

dpa

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