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18.02.2017

18:29 Uhr

Medizin

Forscher suchen den perfekten Mund

Wie sieht ein perfekter Mund aus? US-Mediziner haben nach einer Antwort auf diese Frage gesucht – und glauben, eine ideale Mundform wissenschaftlich beschreiben zu können. Doch nicht alle Experten stimmen zu.

US-Forscher haben sich auf die Suche nach der idealen Mundform gemacht. dpa

Schöner Mund?

US-Forscher haben sich auf die Suche nach der idealen Mundform gemacht.

IrvineGibt es eine Formel für den ästhetisch „perfekten“ Mund? US-Forscher haben sie nach eigenen Angaben zumindest für weiße Frauen gefunden. Sie zeigten rund 580 Probanden verschiedene Frauenporträts mit Computer-veränderten Lippenformen und ließen sie dann die attraktivsten Gesichter auswählen.

Das Ergebnis beschreibt das Chirurgenteam um Natalie Popenko von der University of California (Irvine) im Fachjournal „Jama Facial Plastic Surgery“: Gesichter mit Mündern, deren Unterlippe doppelt so groß ist wie die Oberlippe, werden als besonders schön empfunden. Zugleich ist der ideal aussehende Mund demnach etwa um die Hälfte größer als der im Originalgesicht und nimmt von der Fläche her knapp zehn Prozent des unteren Gesichtsdrittels ein.

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Ihrer mehrstufigen Arbeit legten die Mediziner 20 Originalbilder von weißen Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren zugrunde. In die Gesichter wurden deren Münder dann in fünf verschiedenen Größen projiziert – deutlich verkleinert bis hin 250 Prozent vergrößert.

Nach der Bewertung dieser 100 Fotos testeten die Forscher in einer zweiten Runde bei den beliebtesten 15 Gesichtern je vier Variationen des Verhältnisses von Ober- zu Unterlippe. Abschließend wurden bei den Favoriten die Größe der Münder ins Verhältnis zum unteren Gesichtsdrittel gesetzt und berechnet.

Diese Methode erlaube, mit Blick auf insgesamt harmonische Gesichtsproportionen die attraktivsten Lippen zu bestimmen, schreiben die Forscher. „Die Lippendimensionen und -verhältnisse in dieser Studie könnten als Richtlinie dienen.“

Die Schönheitschirurgin Catherine Winslow (Indiana University) zieht in einem Kommentar drei Schlüsse aus der Arbeit. „Erstens, es gibt so etwas wie ein ‚Zuviel‘, wenn es um Lippenfüller geht. Zweitens, Proportionen und Lippenverhältnis müssen berücksichtigt werden. Drittens, es gilt die Balance der Lippenregion zu erhalten.“

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