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28.04.2014

11:40 Uhr

Medizin

Mers-Virus breitet sich aus

Die gefährliche Atemwegsinfektion Mers breitet sich offenbar weiter aus. Nicht nur Saudi-Arabien meldete am Wochenende  mehrere neue Fälle, auch in Ägypten trat die Krankheit erstmals auf.

Die Atemwegserkrankung Mers breitet sich in Saudi-Arabien weiter aus. AFP

Die Atemwegserkrankung Mers breitet sich in Saudi-Arabien weiter aus.

RiadDem gefährlichen Mers-Virus sind in den vergangenen Tagen sieben Menschen in Saudi-Arabien zum Opfer gefallen. Das Gesundheitsministerium des Landes meldete zuletzt am Sonntag zwei Tote in den Städten Riad und Dschidda. Zuvor hatte es fünf Tote in Riad, Dschidda und Mekka registriert. Auch in Ägypten wurde ein erster Fall bekannt.

Der Atemwegserkrankung sind seit September 2012 Dutzende Menschen erlegen. Die meisten Infizierten wurden in Saudi-Arabien gemeldet. Inzwischen liegt deren Zahl nach Angaben des Ministeriums bei 323, 94 kamen in dem Land ums Leben. König Abdullah hatte am vergangenen Montag den Gesundheitsminister Abdullah al-Rabiah wegen der Krise seines Amtes enthoben.

Erstmals meldet auch Ägypten am Wochenende einen Fall der oft tödlichen Atemwegserkrankung. Bei einem 27 Jahre alten Ingenieur, der aus Saudi-Arabien zurückkam, sei der Erreger nachgewiesen worden, berichtete die staatliche Agentur Mena. Der Mann sei noch am Flughafen in Kairo unter Quarantäne gestellt und in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Abkürzung Mers steht für „Middle East Respiratory Syndrome“. Die Krankheit ähnelt der asiatischen Variante Sars, an der 2003 etwa 800 Menschen starben. Mers-Fälle tauchten bislang auch schon in Jordanien, Kuweit, Oman und Katar auf. Eine kleine Zahl von Patienten gab es auch in Europa, meist Reisende aus dem Mittleren Osten.

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