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09.05.2018

11:21 Uhr

Medizin

Neuer Ebola-Ausbruch im Kongo

Die gefürchtete Ebola-Erkrankung ist erneut im Kongo ausgebrochen. Behörden und Weltgesundheitsorganisation versuchen, die Krankheit einzudämmen.

Der Erreger versucht eine lebensbedrohliche Fieber-Erkrankung. dpa

Ebola-Virus

Der Erreger versucht eine lebensbedrohliche Fieber-Erkrankung.

BerlinEin neuer Ausbruch gefürchtete Ebola-Erkrankung weckt ungute Erinnerungen an die verheerende Epidemie in vor einigen Jahren. Die Behörden vor Ort versuchen zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO, einen großflächigen Ausbruch des gefährlichen Virus‘ zu verhindern.

Zwei Fälle von Ebola seien in der Provinz Äquator im Nordwesten des Landes bestätigt worden, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium mit. Am Mittwoch soll ein Expertenteam des Ministeriums im Ort Bikoro eintreffen, um den Kampf gegen die Krankheit zu unterstützen.

Ebola gehört zu den Erkrankungen, die als hämorrhagisches – das heißt: mit Blutungen einhergehendes – Fieber bezeichnet werden. Die durch Viren ausgelöste Krankheit verursacht hohes Fieber, typisch sind zudem innere Blutungen wie auch Einblutungen ins Gewebe.

Für die Betroffenen besteht akute Lebensgefahr, zudem ist das Ansteckungsrisiko sehr hoch. Nach WHO-Angaben sterben bei Ebola je nach Virus-Typ 25 bis 90 Prozent der Infizierten. Ein Heilmittel existiert nicht, allerdings gab es in jüngerer Zeit erste Ansätze für eine Schutzimpfung.

Vor der jetzt erfolgten Bestätigung des Ebolas-Ausbruchs hatte die örtliche Gesundheitsbehörde von 21 Fällen von hämorrhagischem Fieber sowie 17 Todesfällen in der Provinz berichtet. Ob diese Fälle auf das Ebola-Virus zurückgehen, konnte zunächst nicht bestätigt werden.

Ebola: Neue Hoffnung im Kampf gegen das Todesvirus

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Zwei mögliche Ansätze für eine wirksame Ebola-Therapie, zwei grundverschiedene Ergebnisse: Während ein Malaria-Medikament sich vielleicht als wirksame Waffe erweisen könnte, blieb ein anderer Behandlungsansatz erfolglos.

Die WHO arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der kongolesischen Regierung zusammen, um den Ausbruch einzudämmen. Experten der WHO sowie der Organisation Ärzte ohne Grenzen und der örtlichen Gesundheitsbehörde seien bereits in den Ort Bikoro gereist.

Im Kongo kommt es immer wieder zu Ebola-Erkrankungen. So starben im vergangenen Jahr bei einem Ausbruch der Krankheit vier Menschen. Damals erlaubte die Regierung den Einsatz eines noch nicht offiziell zugelassenen Impfstoffs.

Die Impfung war bereits mit Erfolg gegen Ende der verheerenden Ebola-Epidemie in den Jahren 2014 und 2015 eingesetzt worden. Bei dem Ausbruch starben seinerzeit in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11.000 Menschen.

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