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05.11.2012

15:09 Uhr

Medizin

Per Internet nach Krebszellen suchen

Einen ungewöhnlichen Weg gehen britische Mediziner bei der Erforschung von Brustkrebs: Sie schicken per Internet Laien auf die Suche nach Krebszellen. Nicht alle Forscher sind von dem Projekt begeistert.

Die mit einem Elektronenmikroskop gewonnene Aufnahme zeigt eine einzelne Brustkrebszelle. - Britische Forscher setzen bei der Suche nach solchen Zellen künftig auf die Hilfe medizinischer Laien. dpa

Die mit einem Elektronenmikroskop gewonnene Aufnahme zeigt eine einzelne Brustkrebszelle. - Britische Forscher setzen bei der Suche nach solchen Zellen künftig auf die Hilfe medizinischer Laien.

LondonBei der Krebsforschung setzt eine britische Einrichtung auf ungewöhnliche Helfer: Statt Mediziner sollen sich interessierte Laien auf die Suche nach Krebszellen begeben. Cancer Research U.K., eine private Stiftung, die Informationen für Krebspatienten bereitstellt und Forschungsprojekte unterstützt, hat kürzlich eine Website mit Fotos von Brustkrebszellen lanciert und die Bevölkerung aufgerufen, bei der Kategorisierung der Zellen zu helfen.

Zehntausende Aufnahmen von Krebszellen sind auf der Seite zu finden, die bei vorangegangenen Studien gemacht wurden. „Verborgen in unseren Daten sind womöglich Dinge, die zur Krebsheilung beitragen können“, heißt es auf der Website. „Helft uns, sie zu entdecken.“

„Normalerweise würden die Daten von Forschern durchgeschaut, aber die Menge ist überwältigend, und es würde sehr lange dauern“, sagt Chris Lintott von der Oxford University, Leiter des Teams, das die Website entworfen hat. „Wir haben eine Sprache gewählt, die nicht so technisch ist“, erklärt er. „Aber bei der Arbeit geht es um exakt das, was auch ein Pathologe tun würde.“

Interessierte bekommen eine kurze Einführung, worum es geht, welche Zellen wichtig sind, welche ignoriert werden können. Sobald sie in der Lage sind, krankhaft veränderte Zellen von anderen zu unterscheiden, werden sie gebeten, die in Frage kommenden Zellen nach einem bestimmten Schema einzuordnen. Jede Aufnahme soll von mehreren Menschen bewertet werden, damit Fehler, Irrtümer oder Versehen möglichst ausgeschlossen werden können.

„Die Daten sind so gestaltet, dass jeder, der in seiner Mittagspause zwei oder drei Minuten Zeit hat, auf die Seite gehen kann und etwas wirklich Nützliches im Kampf gegen Krebs tut“, sagt Lintott. „Wenn Millionen Menschen bereit sind, uns zu helfen, kommen wir viel schneller voran.“

Krebsforscher bewerten die Initiative unterschiedlich: „Die Öffentlichkeit auf diese Art und Weise zu ermutigen, kann sicherlich hilfreich sein“, sagt Richard Francis, Mediziner bei einer Organisation, die sich mit der Brustkrebs-Forschung beschäftigt. „Wenn es funktioniert, kann die Website sicherlich dazu beitragen, dass die Krebsforschung beschleunigt wird.“

Skeptischer ist Kenneth Aldape, Pathologe am MD Anderson-Krebszentrum in Texas. Die Website bezeichnet er nach eingehender Prüfung als „oberflächlich“. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf die Weise irgendetwas geheilt wird“, sagt er. „Aber einen Versuch ist es wert.“

Von

dapd

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.11.2012, 23:32 Uhr

Solange man Geld verdienen kann, indem man Krankheiten behandelt, solange wird es Krebs in der Masse geben wie wir heute sehen. Des beste Weg, Krebs zu heilen ist nämlich, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Das funktioniert erstaunlich gut nur leider verdient man damit kein Geld.

Ca. 50% aller Krebsfälle lassen sich darauf zurückführen, dass die Menschen sich falsch ernähren. Insbesondere der hohe Fleischkonsum und die damit verbundene hohe Aufnahme von krebsfördernden Stoffen sind eine Ursache dafür. Allerdings gibt es starke Lobbyisten, die verhindern, das man Klartext redet.

Wer möchte, das Krebs kein Thema mehr ist, sollte aufhören zu rauchen, keinen Alkohol trinken, Veganer werden und mindestens 80% der Nahrung lebendig, also roh zu sich nehmen. Das verbessert die Chance keinen Krebs zu bekommen enorm. Wer nicht ganz so radikal sein will sollte sich bemühen möglichst viel davon umzusetzen.

Damit erreichen wir, dass 50% + weniger Menschen an Krebs und anderen Krankheiten erkranken, sparen Milliarden und eine Menge Leid.

Seit ich lebe, also seit über 50 Jahren höre ich regelmäßig von dem Wundermittel, dass Krebs besiegt. Bisher ohne das es gekommen ist. Die Milliarden die man in Krebsforschung steckt sind rausgeschmissen. Man sollte Milliarden investieren um herauszufinden, warum Menschen gesund bleiben. Nur damit kann man wie gesagt nichts verdienen es sei denn man versucht Mittel zu produzieren mit angeblichen Wirkstoffen.

Findet der Wissenschaftler heraus, dass Brokkoli roh verzehrt, Krebszellen vernichtet, dann versucht er, irgendwelche Stoffe daraus zu isolieren um daraus eine Pille zu machen, die man verkaufen kann. Anstatt die Menschen aufzuklären und zu informieren und zu ermuntern, viel mehr rohen Brokkoli zu essen.

Fazit: Die Wissenschaft hat versagt, denn das Wissen, warum Menschen gesund bleiben existiert aber anstatt Aufklärung sucht man nach dem großen Geschäft. Ärzte brauchen Kranke die sie behandeln können, denn davon leben sie.....

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