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02.05.2017

10:04 Uhr

Mediziner warnen

Klimawandel befeuert Allergien

Der Husten und das Schniefen werden von Jahr zu Jahr schlimmer: Allergiker spüren bereits heute Anzeichen der weltweiten Erwärmung, sagen Ärzte. Und die Prognosen für die Zukunft sehen düster aus.

Schon heute bekommen Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker erste Folgen der globalen Klimaerwärmung zu spüren. gms

Pollenallergie

Schon heute bekommen Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker erste Folgen der globalen Klimaerwärmung zu spüren.

Berlin„Papa, ich kann kaum noch atmen.“ Als Barack Obama noch zu Zeiten als US-Präsident von einem Asthmaanfall seiner Tochter Malia im Alter von vier Jahren erzählte, sprach er von schrecklichen Ängsten. Seine Tochter musste in die Notaufnahme – und er selbst hatte so etwas wie ein Aha-Erlebnis über mögliche Folgen des Klimawandels.

Schon heute bekommen Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker erste Folgen der globalen Klimaerwärmung zu spüren. Deutsche Experten warnen vor zunehmend aggressiven Pollen insbesondere in Städten. Sie rechnen im Zuge des Klimawandels mit einer weiteren Verbreitung von Allergien und dadurch bedingtem Asthma in der Bevölkerung.

Tatsächlich haben sich die Bedingungen für das Pflanzenwachstum hierzulande verbessert. „Es gibt ganz klare Daten: In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Pollensaison in Deutschland schon deutlich verlängert. Aber sie ist auch intensiver geworden“, sagt der Leiter des Allergie-Centrums der Berliner Charité, Torsten Zuberbier.

Rund 15 Prozent der Deutschen leiden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) an Heuschnupfen, knapp neun Prozent an Asthma bronchiale. Während bei Heuschnupfen die oberen Atemwege in Mitleidenschaft gezogen sind, ist es bei Asthma die Lunge: Betroffene haben zum Beispiel Anfälle von Atemnot. Nicht-allergisches Asthma kommt relativ selten in Reinform vor.

„Patienten berichten uns, dass ihre Symptome von Jahr zu Jahr schlimmer werden“, sagt die Direktorin des Instituts für Umweltmedizin des Helmholtz Zentrums München und der TU München, Claudia Traidl-Hoffmann. Besonders betroffen sieht sie zwei Gruppen: „Kinder sind besonders empfänglich“, so die Medizinerin. „Was aber auch dramatisch ist: Wir sehen jetzt einen Anstieg von Ekzemen und Allergien bei älteren Menschen über 70 Jahren.“ Menschen, die ein Leben lang beschwerdefrei waren, bekommen vermehrt eine Allergie.

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

02.05.2017, 10:39 Uhr

Soweit mir bekannt leiden die Menschen im etwas wärmeren Norditalien nicht wesentlich häufiger an Allergien als die Deutschen. Möglicherweise gibt es dort andere Pollen und Allergien. Die Aussage, dass ein möglicher Klimawandel Allergien befeuert erscheint demzufolge nicht plausibel.

Allergien sind, soweit mir bekannt Autoimmunreaktionen des Körpers. Vielfach wird die Zunahme der Allergien auf die bessere Hygiene und das Fehlen äusserer Bedrohungen zurückgeführt. Mangels besseren Wissens kann ich dies nicht beurteilen.

Diese Artikel, die "Klimaerwärmung" soll auch die Prostitution in den USA erhöhen, für den Bürgerkrieg in Syrien verantwortlich sein u.v.m. erscheinen (öko)religiös geprägt.

Sofern sich der CO2 Gehalt in der Atmosphäre erhöht und die Pflanzen demzufolge besser wachsen ist das ein Segen für die Menschheit. Auch eine Temperaturerhöhung von 1 - 2°C wäre ein Segen für die Menschheit. Allerdings haben wir als Menschen abseits der ökoreligiösen Saga vom "Klimawandel" sachlich bislang nicht die Möglichkeit den CO2 Gehalt der Atmosphäre signifikant zu beeinflussen.

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