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Meeresforschung

Leuchtende Korallen der Tiefe

Korallen siedeln gern knapp unter der Wasseroberfläche an, denn zum Überleben brauchen sie Licht. Trotzdem kommen leuchtend bunte Korallen auch in dunkleren Meerestiefen vor. Ein Rätsel, das Forscher nun gelöst haben.

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Eigentlich siedeln sich Korallen gerne wenige Meter unter der Wasseroberfläche an. Denn um zu überleben, brauchen sie vor allem Licht. Doch Korallen kommen auch in größeren Tiefen zwischen 20 und 80 Metern vor. Obwohl dort nur noch wenig Licht ankommt, gibt es immer wieder Exemplare, die in kräftigem Orange leuchten. (Bild: J. Wiedemann) dpa

Leuchtende Koralle

Eigentlich siedeln sich Korallen gerne wenige Meter unter der Wasseroberfläche an. Denn um zu überleben, brauchen sie vor allem Licht. Doch Korallen kommen auch in größeren Tiefen zwischen 20 und 80 Metern vor. Obwohl dort nur noch wenig Licht ankommt, gibt es immer wieder Exemplare, die in kräftigem Orange leuchten. (Bild: J. Wiedemann)

Bild: dpa

Das Phänomen konnten Forscher lange nicht erklären. Nun hat ein Team der Universität Southampton unter Leitung des Korallenexperten Jörg Wiedenmann das Rätsel gelöst. (Bild: E. Smith) dpa

Leuchtende Koralle

Das Phänomen konnten Forscher lange nicht erklären. Nun hat ein Team der Universität Southampton unter Leitung des Korallenexperten Jörg Wiedenmann das Rätsel gelöst. (Bild: E. Smith)

Bild: dpa

Offenbar sind die Korallen sind in der Lage, das schwache blaue Licht von der Wasseroberfläche zu absorbieren und in orangenes Licht umzuwandeln. Damit können die Nesseltiere sicherstellen, dass die sie mit ihnen in Symbiose lebenden Algen genügend Licht zur Photosynthese erhalten. (Foto: University of Southampton/Jörg Wiedenmann)

Leuchtende Korallen in der Tiefe

Offenbar sind die Korallen sind in der Lage, das schwache blaue Licht von der Wasseroberfläche zu absorbieren und in orangenes Licht umzuwandeln. Damit können die Nesseltiere sicherstellen, dass die sie mit ihnen in Symbiose lebenden Algen genügend Licht zur Photosynthese erhalten. (Foto: University of Southampton/Jörg Wiedenmann)

In große Tiefen dringt nur eine kleine Bandbreite des gesamten Lichtspektrums vor, hauptsächlich blau. Doch das blaue Licht wird schnell von den Organismen auf der Oberfläche der Koralle absorbiert und gelangt kaum noch in die tieferen Gewebeschichten. (Bild: J. Wiedemann) dpa

Der fluoreszierenden Polyp einer Koralle

In große Tiefen dringt nur eine kleine Bandbreite des gesamten Lichtspektrums vor, hauptsächlich blau. Doch das blaue Licht wird schnell von den Organismen auf der Oberfläche der Koralle absorbiert und gelangt kaum noch in die tieferen Gewebeschichten. (Bild: J. Wiedemann)

Bild: dpa

Deshalb wandeln spezielle Proteine das blaue Licht in orangenes um. Orangenes Licht wird nicht ganz so leicht von Algen auf der Oberfläche der Koralle absorbiert wie blaues und gelangt deshalb tiefer ins Gewebe. Dort leben ebenfalls Algen, die Photosynthese betreiben und die Koralle mit Stoffen versorgen, die für deren Energiehaushalt unverzichtbar sind. (Bild: J. Wiedemann) dpa

Die „Mundregion“ einer fluoreszierenden Koralle

Deshalb wandeln spezielle Proteine das blaue Licht in orangenes um. Orangenes Licht wird nicht ganz so leicht von Algen auf der Oberfläche der Koralle absorbiert wie blaues und gelangt deshalb tiefer ins Gewebe. Dort leben ebenfalls Algen, die Photosynthese betreiben und die Koralle mit Stoffen versorgen, die für deren Energiehaushalt unverzichtbar sind. (Bild: J. Wiedemann)

Bild: dpa

Aufgrund des Klimawandels stehen Korallenriffe vor allem in flachem Wasser zunehmend unter Stress. Am australischen Great Barrier Reef sorgt die Korallenbleiche immer wieder für Schlagzeilen. „Doch man kann jetzt nicht einfach alle Korallen in tieferen Gewässern ansiedeln, weil es dort kühler ist“, sagt Wiedenmann. „So einfach ist es nicht.“ dpa

Korallenbleiche

Aufgrund des Klimawandels stehen Korallenriffe vor allem in flachem Wasser zunehmend unter Stress. Am australischen Great Barrier Reef sorgt die Korallenbleiche immer wieder für Schlagzeilen. „Doch man kann jetzt nicht einfach alle Korallen in tieferen Gewässern ansiedeln, weil es dort kühler ist“, sagt Wiedenmann. „So einfach ist es nicht.“

Bild: dpa

Um Phänomenen wie der Korallenbleiche zu begegnen, müssen laut dem Biologen vor allem zwei Dinge geschehen: „Man muss global den Klimawandel bekämpfen und lokal dafür sorgen, dass die Bedingungen an den Riffen besser werden.“ dpa

Great Barrier Reef

Um Phänomenen wie der Korallenbleiche zu begegnen, müssen laut dem Biologen vor allem zwei Dinge geschehen: „Man muss global den Klimawandel bekämpfen und lokal dafür sorgen, dass die Bedingungen an den Riffen besser werden.“

Bild: dpa

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