Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.02.2011

10:06 Uhr

Milchstraße

Nasa geht von mehr als 50 Milliarden Planeten aus

Allein in unserer Galaxis könnte es nach Schätzungen amerikanischer Astronomen mindestens 50 Milliarden Planeten geben. Auf 500 Millionen davon herrschen Bedingungen, unter denen Leben möglich ist.

Das Foto zeigt einen Teil unserer Galaxie - die Milchstraße - von Australien aus gesehen. Erstmals haben Forscher eine umfassende Schätzung über die Zahl der Planeten in unserer Galaxie abgegeben. Quelle: dapd

Das Foto zeigt einen Teil unserer Galaxie - die Milchstraße - von Australien aus gesehen. Erstmals haben Forscher eine umfassende Schätzung über die Zahl der Planeten in unserer Galaxie abgegeben.

WashingtonAllein in unserer Galaxis könnte es nach Schätzungen amerikanischer Astronomen mindestens 50 Milliarden Planeten geben. Von diesen liegen wiederum mindestens 500 Millionen in einer Zone, die nicht zu heiß und nicht zu kalt ist, sodass dort Leben existieren könnte. Das geht aus dem ersten sogenannten kosmischen Zensus anhand von vorläufigen Daten des Nasa-Teleskops "Kepler" hervor.


Die Astronomen ermittelten die Zahl der Planeten, die sie im ersten Jahr der Beobachtung eines kleinen Teils des Himmels gefunden hatten, und schätzten dann, wie wahrscheinlich es ist, dass Sonnen von Planeten umkreist werden, wie "Kepler"-Wissenschaftler William Borucki erläuterte.


Sie kamen zu dem Ergebnis, dass jede zweite Sonne Planeten um sich hat und dass jeder 200. Stern Planeten in einer Zone hat, die das Entstehen von Leben ermöglichen könnte. Lange Zeit wurde vermutet, dass es in unserer Milchstraße mindestens 100 Milliarden Sonnen gibt. Inzwischen glauben die Forscher, dass es wohl eher 300 Milliarden Sonnen sind - allein in unserer Galaxis. Und die Astronomen schätzen die Zahl der Galaxien im Universum auf 100 Milliarden.
"Kepler" ist ein Teleskop, das speziell für die Suche nach Planeten entwickelt wurde. Es registriert, wenn ein Planet vor seiner Sonne vorbei zieht. Bislang hat "Kepler" 1.235 mögliche Planeten entdeckt, von denen 54 in einer Zone liegen, in der Leben möglich wäre.

Aber das sind vermutlich noch lange nicht alle, erklärte Borucki.Denn wenn "Kepler" 1.000 Lichtjahre entfernt wäre und auf unsere Sonne blicken und dabei die Venus entdecken würde, dann stünden die Chancen eins zu acht, dass er auch die Erde bemerken würde.

Von

dapd

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×