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20.09.2013

10:06 Uhr

Mission Curiosity

Kaum Spuren von Methan auf dem Mars

Methan gilt als Hinweis auf mögliche biologische Aktivitäten - auf Leben also. Auch auf dem Mars findet sich das Gas, wie der Nasa-Rover Curiosity herausgefunden hat. Trotzdem ist seine Entdeckung eher enttäuschend.

Ein Selbstbildnis von Curiosity auf der Mars-Oberfläche. Ein Jahr lang analysierte der Rover die Atmosphäre des Roten Planeten. dpa

Ein Selbstbildnis von Curiosity auf der Mars-Oberfläche. Ein Jahr lang analysierte der Rover die Atmosphäre des Roten Planeten.

WashingtonDer Nasa-Rover Curiosity hat auf dem Mars weniger Methan gefunden als von Wissenschaftlern erwartet. Die Auswertung der von dem Forschungsroboter gesammelten Daten lasse nur auf kleine Spuren des Gases schließen, schreiben Nasa-Forscher im Fachmagazin „Science“.

Damit schwindet auch die Hoffnung, Spuren von Leben auf dem Roten Planeten zu finden: Methan gilt als möglicher Indikator für Leben - aktuell oder in der Vergangenheit  - auf einem fremden Himmelskörper. Auf der Erde wird das Gas unter anderem durch den Stoffwechsel von Pflanzen und Lebewesen gebildet wird. Bis zu den jetzt veröffentlichten Ergebnissen waren einige Wissenschaftler von ganzen Methan-Wolken auf dem Mars ausgegangen, basierend auf Beobachtungen von der Erde oder von Satelliten aus.

Seit Curiosity im vergangenen Jahr im Gale-Krater gelandet war, hatte der Rover die Luft der Mars-Atmosphäre eingesogen und gescannt. Die Auswertung der Proben ergab nun, dass in der Atmosphäre des Mars' sechsmal weniger Methan vorkommt als bislang geschätzt.

Auf der Basis dieser Daten halten es die Nasa-Wissenschaftler für unwahrscheinlich, dass es auf dem Roten Planeten mikrobielles Leben gibt, von dem Methan produziert wird. Wenn Mikroorganismen irgendwo auf dem Mars gelebt hätten, dann müsste man Spuren davon in der Atmosphäre finden, so Paul Mahaffy, Wissenschaftler am Nasa-Raumfahrtzentrum Goddard.

Für Christopher Webster, Projektleiter der Untersuchung, die auf der Internetseite der Zeitschrift „Science“ veröffentlicht wurde, kommen die Curiosity-Daten nicht unbedingt überraschend: „Jedes Mal, wenn wir danach gesucht haben, haben wir nichts gefunden.“ Die Ergebnisse seien „in vielerlei Hinsicht enttäuschend“, räumt er ein. Trotzdem werde man weiter nach Methan suchen.

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