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19.09.2013

09:55 Uhr

Mission Cygnus

Privates Raumschiff auf Jungfernflug zur ISS

Premiere für den neuen Raumtransporter „Cygnus“: Die von dem US-Unternehmen Orbital Sciences entwickelte Raumkapsel ist mit rund 600 Kilogramm Fracht zur Internationalen Raumstation aufgebrochen.

Start der Antares-Rakete vom Raumfahrtzentrum Wallops im US-Bundesstaat Virginia. ap

Start der Antares-Rakete vom Raumfahrtzentrum Wallops im US-Bundesstaat Virginia.

WashingtonDas US-Unternehmen Orbital Sciences hat erstmal einen Raumtransporter zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Eine zweistufige Trägerrakete vom Typ „Antares“ brachte die unbemannte „Cygnus“ Raumkapsel am Mittwoch ins All.

Die Rakete hob kurz nach der geplanten Startzeit um 10.58 Uhr Ortszeit vom Raumfahrtzentrum Wallops im US-Bundesstaat Virginia ab. Kurz darauf löste sich der Transporter von der Rakete gelöst und nahm Kurs zur ISS, wo er am Sonntag erwartet wird.

An Bord von „Cygnus“ befinden sich rund eine halbe Tonne Nahrungsmittel, Kleidung und andere Fracht für die Besatzung der ISS. „Cygnus“ soll rund einen Monat an der ISS angedockt bleiben und danach mit rund 750 Kilogramm Fracht - unter anderem Müll und wissenschaftlichen Experimenten - wieder zur Erde zurückkehren.

Orbital Sciences ist neben SpaceX eine von zwei privaten US-Firmen, die für die US-Raumfahrtbehörde Nasa Nachschub zur Internationalen Raumstation bringen sollen. Nasa-Chef Charles Bolden sprach nach dem Start von einem weiteren „Meilenstein“ in der privaten Raumfahrt. „Die außergewöhnlichen Bemühungen von Orbital helfen uns, das Versprechen von US-Innovation zu erfüllen und die Führungsrolle unserer Nation im Weltraum zu behaupten“, erklärte Bolden.

Mit der am Mittwoch gestarteten Mission soll überprüft werden, ob „Cygnus“ problemlos an der ISS andocken kann. Sollte der Test erfolgreich verlaufen, könnte Orbital Sciences binnen Monaten den regulären Flugbetrieb zur Raumstation aufnehmen. Das Unternehmen hat bereits einen 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) schweren Auftrag für acht Versorgungsflüge ab Anfang 2016.

Die Nasa hatte 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt und verfügt damit nicht mehr über eine eigene Weltraumflotte. Als erstes privates Unternehmen hatte SpaceX im Mai 2012 seine unbemannte Raumkapsel „Dragon“ an die ISS angedockt. Bislang absolvierte der Raumtransporter von SpaceX drei Flüge zur ISS.

Kommentare (3)

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Charly

19.09.2013, 10:33 Uhr

Der Begriff "privates Raumschiff" ist hier völlig irreführend.

Diese Kapsel ist von der NASA finanziert.
Lediglich die Gewinn sind privatisiert.
Das Risiko nicht.
Ein anderer Kunde als die NASA ist auch nicht in Sicht.

RumpelstilzchenA

20.09.2013, 09:47 Uhr

...."das Versprechen von US-Innovation zu erfüllen und die Führungsrolle unserer Nation im Weltraum zu behaupten“, erklärte Bolden."...
...eine Formulierung, die in Deutschland nicht möglich wäre.... ?????

Lorien

20.09.2013, 10:24 Uhr

wirklich schwach recherchiert :/
Cygnus kehrt nicht zu Erde zurück. Das war auch nie vorgesehen. Sie wird mit Müll vollgestopft und verbrennt in den oberen Schichten der Atmosphäre.
Wissenschaftliche Experimente sind da (hoffentlich) nicht an Bord ;)

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