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17.10.2016

08:33 Uhr

Mission ExoMars

Mars-Sonde auf der Zielgeraden

Nach langer Reise durchs All hat sich der Mars-Lander Schiaparelli vom Mutterschiff getrennt und Kurs auf den Planeten genommen. Am Mittwoch wird sich zeigen, ob die milliardenschwere Mission ExoMars erfolgreich ist.

ESA

Trennung geglückt: Landemodul auf dem Weg zum Mars

ESA: Trennung geglückt: Landemodul auf dem Weg zum Mars

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MoskauNächster Halt: Mars. In einem schwierigen technischen Manöver hat sich der Marslander Schiaparelli am Sonntag wie geplant von seinem Mutterschiff abgekoppelt. Am Mittwoch soll er im Rahmen der europäisch-russischen Mission ExoMars kontrolliert auf dem Roten Planeten landen – eine Premiere für Europas Raumfahrt. Das Mutterschiff Trace Gas Orbiter (TGO) verbleibt im Orbit und erforscht unter anderem die Atmosphäre des Planeten.

Mit dem mehrere Milliarden teuren ExoMars-Projekt suchen Russland und Europa nach Hinweisen auf Leben auf dem Wüstenplaneten. In einer zweiten Phase wollen die Partner 2020 einen Rover zu dem Himmelskörper schicken. Die Raumfahrtagenturen Esa und Roskosmos sehen ihr Projekt auch als Beweis dafür, dass Kooperation zwischen Ost und West in politisch schwierigen Zeiten möglich ist.

Missionen zum Mars

Planet Mars

Der Mars gehört zu den am besten erforschten Himmelskörpern unseres Sonnensystems. Seit 1960 haben vor allem die USA und Russland mehr als 40 Missionen zum Roten Planeten auf den Weg gebracht.

Mariner 4

Der US-Sonde gelingt 1965 der erste Vorbeiflug in rund 10.000 Kilometern Entfernung. Sie schickt Fotos vom Mars zur Erde.

Viking 1 und 2

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa startet 1975 zwei Raketen mit je einem Satelliten und einem Landemodul. „Viking 1“ und „Viking 2“ suchen in verschiedenen Mars-Regionen nach Mikroorganismen am Boden, finden aber nichts. Die Geräte sind jahrelang im Einsatz.

Pathfinder

Die Nasa-Sonde „Pathfinder“ setzt nach der Landung 1997 den Rover „Sojourner“ auf der Mars-Oberfläche aus. Es ist der erste geglückte Einsatz eines Rovers auf dem Nachbarplaneten der Erde.

Opportunity

Daten des Nasa-Rovers „Opportunity“ deuten an, dass einst auf der Mars-Oberfläche Wasser geflossen sein könnte. Der Rover ist seit 2004 in der Tiefebene Meridiani Planum im Einsatz, wo im Oktober auch das ExoMars-Testmodul „Schiaparelli“ landen soll.

Curiosity

Der US-Rover ist mit fast 900 Kilogramm und 3 mal 2,8 Metern der größte mobile Forschungsroboter, der bislang auf den Roten Planeten geschickt wurde. Er ist seit 2012 aktiv.

Der Forschungssatellit und das Testlandemodul waren Mitte März vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Nach siebenmonatiger Huckepack-Reise zündete die Flugleitzentrale ESOC in Darmstadt am Sonntag per Funkbefehl die Sprengbolzen, um das Sondenpaar zu trennen.

„Ein Federmechanismus drückt dann Schiaparelli sanft weg und sorgt für eine Rotation um seine Achse – so wird sichergestellt, dass das Modul nicht ins Taumeln gerät oder rückwärts in die Mars-Atmosphäre eintritt“, teilte die Esa vorab mit.

Da das Signal der Sonde fast zehn Minuten benötigt, um die Millionen Kilometer zur Erde zurückzulegen, herrschte zunächst Unklarheit über das Manöver. Das Abkoppeln galt als eine der schwierigsten Hürden der Expedition.

Die Testlandesonde, die nach dem italienischen Astronom aus dem 19. Jahrhundert Giovanni Schiaparelli benannt wurde, ist mit einer kleinen Wetterstation ausgerüstet, die neben Temperatur, Druck und Windgeschwindigkeit auch elektrische Felder auf der Mars-Oberfläche messen soll. Ihre Batterie lässt sich nicht aufladen, deshalb wird ihre Mission nach höchstens zehn Tagen beendet sein.

Die Atmosphärensonde TGO soll unterdessen nach ihrem Eintritt in den Mars-Orbit auf eine kreisförmige Umlaufbahn um den Roten Planeten gebracht werden. Das dauert wegen der dafür erforderlichen komplexen Bremsmanöver ein ganzes Jahr, ihre Wissenschaftsmission kann die Sonde deshalb erst Anfang 2018 aufnehmen. TGO soll die Gase in der Marsatmosphäre untersuchen.

Kommentare (3)

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18.10.2016, 16:27 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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18.10.2016, 16:33 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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18.10.2016, 16:49 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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