Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.11.2013

09:38 Uhr

Mission Goce

Satellit verglüht in der Atmosphäre

Der Satellit „GOCE“ war fast dreimal so lange unterwegs wie geplant. Über vier Jahre hat er das Schwerefeld der Erde vermessen und dabei ein neues Bild der Welt gezeichnet. Jetzt ist er in der Atmosphäre verglüht.

Eineinhalb Jahre lang sollte Goce Daten sammeln - letzlich wurde es mehr als vier Jahre. dpa

Eineinhalb Jahre lang sollte Goce Daten sammeln - letzlich wurde es mehr als vier Jahre.

FrascatiDer Satellit „GOCE“ (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) ist nach vierjähriger Mission in der Atmosphäre verglüht. Er sei am frühen Montagmorgen in die Atmosphäre eingetreten, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa im italienischen Frascati mit. Der fünf Meter lange und 1,2 Tonnen schwere Satellit zerbrach beim Herabstürzen in mehrere Teile.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass einige kiloschwere Stücke zur Erde fielen. Schäden wurden aber zunächst nicht bekannt. Dutzende Satelliten endeten bereits ähnlich, ohne dass es Unfälle gab.

„GOCE“ hatte ein neues Bild der Erde gezeichnet. Mit Messungen des Schwerefelds in zuvor unerreichter Genauigkeit lieferte er erstmals ein weltweites einheitliches und zentimetergenaues Höhenprofil. Unter anderem können damit unterschiedliche Höhenangaben von Bergen vereinheitlicht und Probleme bei Bauvorhaben besser gelöst werden.

Die Daten dokumentieren auch den Anstieg des Meeresspiegels und Strömungsveränderungen, die für Klimamodelle wichtig sind. „GOCE“ registrierte auch für das menschliche Ohr unhörbare Infraschallwellen, die das schwere Erdbeben im März 2011 in Japan ausgelöst hatte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×