Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.11.2014

13:56 Uhr

Mission Rosetta

Philae-Bilder beeindrucken Forscher

Die Kometensonde Philae hat ihre Arbeit eingestellt - ob sie noch einmal Daten liefern kann, ist ungewiss. Trotzdem sind die Experten zufrieden mit den Ergebnissen der Forschungsreise in die Tiefen des Sonnensystems.

Philae - hier ein Modell - hat seine Arbeit inzwischen eingestellt. Doch die von der Sonde gelieferten Daten begeistern die Forscher. AFP

Philae - hier ein Modell - hat seine Arbeit inzwischen eingestellt. Doch die von der Sonde gelieferten Daten begeistern die Forscher.

Frankfurt/MainDie ersten Forschungsergebnisse der europäischen Landesonde Philae haben den Wissenschaftlern zu neuen Erkenntnissen über die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko verholfen. „Jetzt wissen wir: Auf der harten Oberfläche, auf die Philae 'gehüpft' ist, gab es nur zehn oder zwölf Zentimeter Staub“, sagte der Leiter für Missionsbetrieb bei der Europäischen Weltraumagentur Esa, Paolo Ferri, am Montag dem Radiosender HR-Info.

Vor der historischen Landung von Philae auf dem Tschuri genannten Kometen am vergangenen Mittwoch hatten die Wissenschaftler über die Oberflächenbeschaffenheit des Schweifsterns nur spekulieren können. Ferri zufolge nahm Philae enorm detailreiche Fotos von der Kometenoberfläche auf.

„Die Bilder, die wir gesehen haben, sind noch nicht veröffentlicht, aber sie waren fantastisch“, sagte Ferri. „Ich habe Bilder gesehen, die aussehen wie Korallenriffe auf dem Meeresboden, unglaubliche Strukturen.“

Die Landeeinheit Philae der Esa-Mission Rosetta war am Mittwochnachmittag als erstes von Menschen geschaffenes Gerät weich auf der Oberfläche eines Kometen gelandet. Beim Aufsetzen auf Tschuri funktionierten allerdings die Harpunen von Philae nicht, so dass sich der Forschungsroboter nicht wie geplant im Kometenboden festzurren konnte.

Das kühlschrankgroße Minilabor wurde deshalb zweimal von der Kometenoberfläche abgestoßen und setzte schließlich in Schrägstellung offenbar an einem Kraterrand auf. Dadurch erhielten die Sonnenkollektoren der Sonde zu wenig Licht, sodass dem Lander schließlich der Strom ausging.

Das Mini-Labor hatte in der Nacht zu Samstag seine Arbeit eingestellt. Bevor die Energievorrat von Philae zur Neige ging, empfingen die Forscher noch große Datenmengen von dem mit zehn Instrumenten bestückten Lander.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×