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15.08.2014

10:49 Uhr

Mission Stardust

Forscher finden Staub aus den Tiefen des Alls

Die Raumsonde Stardust hat von ihrer Mission im Jahr 2006 offenbar Staubpartikel zur Erde gebracht, die aus dem interstellaren Raum stammen. Beim Aufspüren der Körnchen halfen den Forschern Helfer aus aller Welt.

Die Illustration zeigt die Nasa-Sonde Stardust beim Erreichen des Kometen Wild 2. 2006 brachte die Sonde Staubproben aus dem All zur Erde. dpa

Die Illustration zeigt die Nasa-Sonde Stardust beim Erreichen des Kometen Wild 2. 2006 brachte die Sonde Staubproben aus dem All zur Erde.

Berkeley/MainzErstmals haben Forscher Staubteilchen untersucht, die vermutlich aus dem interstellaren Raum stammen. Die Analyse der insgesamt sieben Partikel zeigt, dass der Staub außerhalb unseres Sonnensystems vielfältiger ist als bisher angenommen. Das berichtet das internationale Team um Andrew Westphal von der University of California in Berkeley in der Fachzeitschrift „Science“.

„Es ist das erste Mal, dass wir neuzeitlichen interstellaren Staub auf der Erde untersuchen konnten“, sagt Koautor Peter Hoppe vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Die Proben hatte die 1999 gestartete Sonde Stardust 2006 zur Erde gebracht. Sie sollte zusätzlich auch Staub des Kometen Wild 2 sammeln.

Dazu trug sie auf der Oberseite einen Partikelsammler in Form eines Tennisschläger-großen runden Gitters. Die Streben des Gitters waren mit Aluminiumfolie umwickelt, in den Zwischenräumen befand sich ein spezieller Glasschaum.

Bislang fanden die Forscher vier Partikel in der Alufolie und drei im Glasschaum. Überraschend sei, dass drei der sieben Körnchen Schwefel enthielten, schreiben die 66 Forscher. Das war zuvor von manchen Astronomen bezweifelt worden. Auch seien die meisten Partikel leichter als erwartet.

Die beiden größten Teilchen enthielten außerdem das kristalline Mineral Olivin, ein Magnesium-Eisen-Silikat. Das könne bedeuten, „dass diese Partikel von einer Scheibe um andere Sterne stammen und im interstellaren Raum verändert wurden“, sagt Westphal.

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