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12.04.2011

21:21 Uhr

Museumsattraktion

Irdische Ruhestätten für Space Shuttle

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa gab passend zum 30. Jubiläum der Space Shuttle bekannt, welche Museen die Raumfähren künftig ausstellen dürfen. Mehr als 20 Einrichtungen in den USA hatten sich beworben.

Die drei Space Shuttle, hier die "Discovery", waren bei Museen in den USA heiß begehrt. Quelle: dpa

Die drei Space Shuttle, hier die "Discovery", waren bei Museen in den USA heiß begehrt.

WashingtonSpace Shuttle bekommen irdische „Ruhestätten“ (Mit Bild) = Mehr als 20 Museen wollten einen haben, doch es gibt nur drei. Die berühmten amerikanischen Space Shuttle werden nach Millionen Kilometern im All ihr irdisches Dasein künftig in Washington DC, Florida und Kalifornien fristen. New York bekommt einen Trostpreis.</HEADER>

Auf den Tag genau 30 Jahre nach dem ersten Flug eines amerikanischen Space Shuttle ins Weltall haben die Raumgleiter ihre letzte Ruhestätte auf der Erde gefunden. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa gab passend zum Jubiläum am Dienstagnachmittag (Ortszeit) bekannt, welche Museen die Orbiter künftig ausstellen dürfen.

Mehr als 20 Einrichtungen in den USA hatten bis zuletzt um die „Discovery“, „Endeavour“ und „Atlantis“ gekämpft, die im Sommer ausrangiert und zu Ausstellungsstücken werden. Auch der Prototyp „Enterprise“, der es nie ins All schaffte, war begehrt.

Sieger des Rennens waren am Ende die Hauptstadt Washington sowie die Staaten Florida und Kalifornien. So wird die „Discovery“ in einer Zweigstelle des staatlichen Luft- und Raumfahrtmuseums in der Nähe von Washington landen. Der Hauptstadt war bereits vorher ein Shuttle versprochen worden.

Das Kennedy Space Center bei Orlando in Florida, von wo die Raumfähren stets ins All aufbrachen, bekommt die „Atlantis“. Und das kalifornische Wissenschaftszentrum darf sich über die „Endeavour“ freuen. Nicht weit entfernt wurden die Space Shuttle entwickelt und gebaut. Der „Trostpreis“, die „Enterprise“, kommt nach New York ins See-, Luft- und Raumfahrtmuseum Intrepid.

„Kümmert Euch gut um unsere Gefährte, sie haben unserer Nation sehr gedient. Wir haben eine tiefe und dauerhafte Liebesbeziehung mit ihnen, die kaum in Worte zu fassen ist“, sagte Nasa-Chef Charles Bolden während einer emotionsreichen Rede im Kennedy Space Center.

Wetteifernde Museen im ganzen Land hatten die Bekanntgabe mit großer Spannung verfolgt. Wie sie die Raumfähren zeigen wollen, und ob Neugierige sie auch betreten dürfen, ist noch unklar.

Leer ging das nationale Luftwaffen-Museum in Dayton (Ohio) aus, das sich ebenfalls große Hoffnungen gemacht hatte. Auch das Flugmuseum in Seattle (Bundesstaat Washington) hatte das Nachsehen.

Die Einrichtung hatte bereits vorauseilend eine teure Ausstellungshalle gebaut.

Die Nasa verlangt zwar keinen Kaufpreis - kostenlos ist die Anschaffung für die Museen jedoch ganz und gar nicht. Fast 29 Millionen Dollar (gut 20 Millionen Euro) berechnet die Behörde für die Aufbereitung und den Transport jeder der drei Raumfähren. Die Lieferung steht für das kommende Jahr an.

Die „Discovery“ hatte bereits vor wenigen Wochen ihren Abschiedsflug absolviert, die letzte Mission der „Endavour“ soll am 29. April beginnen. Den endgültigen Schlusspunkt für das Shuttle-Programm setzt die „Atlantis“, die im Juli von ihrer letzten Mission zurückkehren soll.

 

Von

dpa

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