Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.07.2013

12:54 Uhr

Nach Raketenabsturz

Russland setzt Starts von Proton-M aus

Vorerst wird Russland keine Trägerraketen vom Typ Proton-M mehr ins All schicken. Nach dem Absturz einer solchen Rakete am Dienstag wollen die Verantwortlichen erst die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten.

Anfang Juli war eine Rakete vom Typ Proton-M kurz nach dem Start explodiert. ap

Anfang Juli war eine Rakete vom Typ Proton-M kurz nach dem Start explodiert.

MoskauNach dem Absturz einer Proton-M-Rakete hat Russland vorerst alle Starts dieses Typs gestoppt. Die Vorbereitungen für den am 20. Juli geplanten Start einer Proton-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan seien eingestellt worden, meldete die Agentur Interfax am Donnerstag. Das habe eine Untersuchungskommission entschieden. Auch drei weitere Missionen in diesem Jahr würden vermutlich verschoben. Unterdessen dauerten die Ermittlungen an. Womöglich sei die am Dienstag abgestürzte Rakete zu früh gestartet worden, hieß es aus Raumfahrtkreisen.

Die Triebwerke der ersten Raketenoberstufe hätten noch nicht die nötige Leistung erreicht gehabt, zitierte Interfax eine namentlich nicht genannte Quelle. Eine Trägerrakete vom Typ Proton-M mit drei Satelliten für das russische Navigationssystem Glonass an Bord war wenige Sekunden nach dem Start noch auf dem Kosmodrom zerschellt. Die Ermittlungsbehörde eröffnete ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften.

Obwohl die Rakete hunderte Tonnen giftiges Hydrazin als Treibstoff an Bord gehabt habe, gebe es keine Umweltschäden, teilte das Ministerium für Umweltschutz der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan mit. Wasser-, Luft- und Bodenproben hätten keine Verschmutzungen ergeben.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×