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17.01.2005

07:00 Uhr

Nachgefragt: DLR-Chef Sigmar Wittig

„Deutschland ist mit an der Spitze“

Anlässlich der Huygens-Mission zum Saturn-Mond Titan sprach Handelsblatt-Redakteur Frank L. Niebisch mit Sigmar Wittig, dem Vorstandschef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, über Kosten und Nutzen von Raumfahrt-Projekten.

DLR-Chef Sigmar Wittig. Foto: DLR

DLR-Chef Sigmar Wittig. Foto: DLR

Herr Wittig, Deutschland hat mit über 100 Millionen Euro rund ein Viertel des europäischen Anteils an der Cassini- Huygens-Mission gezahlt. Lohnt sich das?

Absolut, immerhin fließt von dem Geld ein Großteil zurück – und zwar nicht nur in die Forschungseinrichtungen, sondern auch in Unternehmen, die wiederum ihr gewonnenes Knowhow in reale Exporte umsetzen können. Dies gilt für zahlreiche Bereiche, angefangen von den Materialwissenschaften bis hin zur Systemtechnik.

Der akademische Gewinn der Titan-Mission ist unbestritten. Was sagt das über den Standort Deutschland aus?

Damit haben wir gezeigt, dass Europa – und insbesondere Deutschland – als Hochtechnologie- Standort international mit an der Spitze ist. Hier gibt es extrem viel Know-how. Und auch bei der Ausbildung ist Deutschland nicht so schlecht, wie oft behauptet wird.

Die Esa würde im Jahr 2033 gern eine bemannte Mars-Mission starten. Ist der hohe Aufwand ebenfalls vertretbar?

Uns als Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt reicht im Bezug auf die bemannte Raumfahrt derzeit der Anteil an der Internationalen Raumstation ISS. Aktuell sehe ich ansonsten eher weitere Projekte im Bereich der Robotik. Gerade da spielen wir in der Champions-League mit, und das wollen wir weiter nutzen. Bemannte Missionen sind eine andere Kategorie – die haben wir natürlich auch im Blick.

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