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02.11.2016

11:27 Uhr

Nanotechnik macht's möglich

Mit Spinat Sprengstoff aufspüren

Pflanzen nehmen über ihr Wurzelwerk Umwelteinflüsse hochsensibel wahr. Das machen sich Forscher zunutze: Mit Hilfe von Nanotechnik entwickeln sie Pflanzen, die Menschen warnen – etwa vor Sprengstoff im Boden.

Mit Nanotechnik behandeltes Gemüse wird zum Sprengstoff-Detektor. (Illustration: Christine Daniloff/MIT)

Spinat schlägt Alarm

Mit Nanotechnik behandeltes Gemüse wird zum Sprengstoff-Detektor. (Illustration: Christine Daniloff/MIT)

CambridgeUS-Forscher haben Spinat mit Nanopartikeln versehen, so dass die Pflanzen Sprengstoff im Grundwasser aufspüren können. Das Team vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) im US-amerikanischen Cambridge baute dazu winzige Kohlenstoff-Röhrchen in die Blätter ein.

Nimmt der Spinat explosive Nitro-Aromate aus dem Grundwasser auf, reagiert der Kohlenstoff und die Blätter geben kurz darauf fluoreszierende Signale ab. Diese wiederum kann eine Infrarotkamera aufnehmen und sie weiterleiten – etwa als E-Mail.

„Das ist eine neue Demonstration, wie wir die Kommunikationsschranke zwischen Pflanzen und Menschen überwinden können“, sagte einer der Autoren, Michael Strano, zu der Technik. „Sie ist bei jeder lebenden Pflanze anwendbar.“

Derzeit seien die Leuchtsignale aus einem Meter Entfernung ablesbar. An größeren Distanzen werde gearbeitet, berichten die Forscher in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals „Nature Materials“. Aus der Anordnung der fluoreszierenden Spinatpflanzen sei auch der Ort des Sprengstoffs genau zu berechnen, erläuterte Erstautor Min Hao Wong.

Spinat als Sprengstoffsensor zu nutzen sei nur eine von vielen Einsatzmöglichkeiten der Technik, bei der Nanoröhrchen in die Mesophyll-Schicht der Blätter eingeschleust werden, betonen die Wissenschaftler. Vor allem in dieser Schicht zwischen unterer und oberer Blatthaut findet Photosynthese statt.

„Die nanobionischen Werkzeuge können auch dazu genutzt werden, um Signalwege der Pflanzen aus ihrer Umwelt in vivo (im lebendigen Organismus) aufzuspüren“, so Min Hao Wong. Bakterieninfektionen, Umweltstress, Dürren – all dies nähmen Pflanzen frühzeitig und hochsensibel wahr. „Wir kratzen erst an der Oberfläche dessen, was Pflanzen-Nanobionik ermöglichen kann.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

02.11.2016, 17:50 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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02.11.2016, 17:56 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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