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25.03.2014

13:31 Uhr

Neue Ebola-Fälle

Tödliche Virengefahr

Mit einer Sterberate von bis zu 90 Prozent gilt das Ebola-Virus als einer der gefährlichsten Krankheitserreger. Bislang existiert noch keine Therapie, doch die Suche nach Schwachstellen des Erregers zeigt erste Erfolge.

Gegen das Ebola-Virus existiert noch keine wirksame Therapie. ap

Gegen das Ebola-Virus existiert noch keine wirksame Therapie.

Er ist nur ein kleiner Nebenfluss eines Nebenflusses des mächtigen Kongo-Stroms, und doch ist sein Name inzwischen weltbekannt: Der Ebola-Fluss verdankt seine traurige Berühmtheit jener Krankheit, die erstmals 1976 in Dörfern entlang seiner Ufer ausbrach. 318 Menschen erkrankten seinerzeit, 280 davon starben.

Es sind solche extremen Sterberaten, die dem Ebola-Erreger seinen Ruf als Killer-Virus bescherten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gab es bislang rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1300 Toten. Die Letalitätsrate liegt je nach Erreger-Stamm – fünf Ebola-Spezies sind bislang bekannt – zwischen 25 und 90 Prozent. Als gefährlichster Erregertyp gilt das sogenannte Zaire-Ebolavirus (ZEBOV), das auch für den ersten Ausbrauch 1976 verantwortlich war.

Die Krankheit beginnt nach einer Inkubationszeit von drei bis 16 Tagen zunächst mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Schüttelfrost. Im weiteren Verlauf kommt es zu blutigen Durchfällen, Bluterbrechen und inneren Blutungen. Ein Schockzustand mit Nierenversagen und das Versagen anderer lebenswichtiger Organe führen schließlich zum Tod.

Übertragen wird das Virus vermutlich durch Affen, die in Teilen Afrikas als sogenanntes Buschfleisch verzehrt werden. Auch bestimmte Fledermaus-Arten gelten als mögliche Überträger – anders als Affen erkranken die Fledertiere selbst aber offenbar nicht an dem Erreger. Hat das Virus den Weg zum Menschen gefunden, kann es durch Körperkontakt oder Kontakt mit menschlichen Körperflüssigleiten wie Blut oder Urin weitergegeben werden.

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