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18.01.2005

16:05 Uhr

Forschung + Medizin

Neuer Bereich auf Y-Chromosom entdeckt

Das männliche Geschlechtschromosom, das so genannte Y-Chromosom, ist nach Darstellung von Heidelberger Forschern größer als bislang angenommen. Wissenschaftler des Humangenetischen Instituts der Universitätsklinik hätten einen neuen Bereich mit mehreren potenziellen Genen entdeckt.

dpa HEIDELBERG. Das männliche Geschlechtschromosom, das so genannte Y-Chromosom, ist nach Darstellung von Heidelberger Forschern größer als bislang angenommen. Wissenschaftler des Humangenetischen Instituts der Universitätsklinik hätten einen neuen Bereich mit mehreren potenziellen Genen entdeckt.

Diese steuern möglicherweise das Längenwachstum von Jungen, teilte das Universitätsklinikum am Dienstag mit. Diese Gene könnten auch an der Entstehung von Hodentumoren beteiligt sein.

Nach Darstellung des Klinikums wurde dieser Teil des aktiven Genmaterials auf dem Y-Chromosom bislang übersehen. Dort, wo die Chromosomenarme sich verengten, im Bereich des so genannten Zentromers, liege jedoch noch genetisches Material mit einem Potenzial von acht Genen. Über die Arbeit unter Federführung von Prof. Gudrun Rappold berichtet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Genome Research“.

Das gesamte Y-Chromosom galt nach Darstellung von US-amerikanischen Wissenschaftlern bereits als bekannt: Im Juni 2003 gaben Forscher aus Boston bekannt, dass sie den genetischen Code des Y-Chromosoms entziffert hätten. Sie veröffentlichten die Reihenfolge der Bausteine des Chromosoms, das mit damals 78 entdeckten Genen aus rund 23 Mill. Basenpaaren eher spärlich ausgestattet ist. Das Y-Chromosom kommt nur bei Männern vor - im Gegensatz zum X-Chromosom, das bei Frauen doppelt und bei Männern einfach vorliegt.

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