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07.02.2005

13:50 Uhr

Forschung + Medizin

Neuer Impfstoff gegen Vogelgrippe

Chinesische Forscher haben einen neuen Impfstoff gegen die Vogelgrippe entwickelt. Er schütze Hühner mindestens zehn Monate lang vor dem gefährlichen Virus H5n1 und damit mehr als vier Monate länger als die bisher verfügbaren Impfstoffe, berichteten staatliche chinesische Medien am Montag.

Entenblut

Ein Vietnamese mit Schüsseln voller Entenblut auf einem Markt in Hanoi.

dpa PEKING. Chinesische Forscher haben einen neuen Impfstoff gegen die Vogelgrippe entwickelt. Er schütze Hühner mindestens zehn Monate lang vor dem gefährlichen Virus H5n1 und damit mehr als vier Monate länger als die bisher verfügbaren Impfstoffe, berichteten staatliche chinesische Medien am Montag.

Das Agrarministerium plane, den Impfstoff vor allem in See- und Flussregionen einzusetzen, wo viele Wildvögel leben, schreibt die Zeitung „China Daily“. Sie gelten als eine natürliche Quelle der Viren. Die neue Substanz gebe Enten nach zwei Injektionen ebenfalls zehn Monate lang Schutz und Gänsen drei Monate lang. Forscher am Harbin Veterinary Research Institute hatten die Gene des H5n1-Virus verändert und daraus einen Impfstoff produziert.

Die Vogelgrippe war zu Beginn des Jahres 2004 in 16 von 31 chinesischen Provinzen ausgebrochen, zumeist unter Hühnern und Enten. Im Gegensatz zu Thailand und Vietnam wurde in China jedoch keine Erkrankung bei Menschen bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fürchtet, dass sich die Erreger der Vogelgrippe und der menschlichen Grippe mischen könnten und daraus ein neues höchstgefährliches Virus entsteht. Das könne zu einer Pandemie führen, von der rund 20 Prozent Weltbevölkerung betroffen wären.

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