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05.01.2005

20:15 Uhr

Forschung + Medizin

Öko-Ketchup schützt besser vor Krebs als Fast-Food-Produkte

Ketchup aus Öko-Tomaten enthält einer US-Studie zufolge bis zu drei Mal so viele Anti-Krebs-Stoffe wie konventionelle Ketchups. Seit längerem ist bekannt, dass das in Tomaten enthaltene Lycopin beim Schutz vor Darm-, Brust- oder Prostatakrebs hilft.

Ketchup-Produktion

Eine Mitarbeiterin des Lebensmittelkonzerns Kraft Foods sorgt für einen reibungslosen Ablauf an der Abfüllanlage der Ketchup-Produktion im Werk Fallingbostel (Kreis Rotenburg-Wümme) (Foto vom 17.06.2004). Hier werden pro Minute 220 Flaschen mit der roten Würzsauce befüllt. Der Tomaten-Ketchup in Deutschland feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. 1954 brachte Kraft den ersten deutschen Ketchup auf den Markt. Das Ketchup ist allerdings älter als seine deutsche Geschichte vermuten lässt.

dpa LONDON. Ketchup aus Öko-Tomaten enthält einer US-Studie zufolge bis zu drei Mal so viele Anti-Krebs-Stoffe wie konventionelle Ketchups. Seit längerem ist bekannt, dass das in Tomaten enthaltene Lycopin beim Schutz vor Darm-, Brust- oder Prostatakrebs hilft.

Besonders hohe Mengen des auch in Wassermelonen und Schalentieren vorkommenden natürlichen Farbstoffs hat nach einem Bericht des britischen Fachblattes „New Scientist“ (Nr. 2 481, S. 15) jedoch Ketchup aus Öko-Tomaten vorzuweisen. Das zeigten Betty Ishida und Mary Chapman vom Landwirtschaftlichen Forschungsdienst in Albany (Kalifornien).

Sie untersuchten 13 verschiedene Ketchup-Sorten: Konventionelle und bio-organische sowie Produkte von Fast-Food-Ketten. Dabei lag der Lycopin-Gehalt der Öko-Ketchups mit bis zu 183 Mikrogramm pro Gramm Ketchup weit vorn - das entspricht sogar dem fünffachen einer frischen Tomate. Das Schlusslicht war ein Fast-Food-Produkt mit nur 60 Mikrogramm Lycopin pro Gramm. Als Faustregel für Verbraucher nannte Ishida: Das dunkelste Rot verheißt den höchsten Lycopin-Wert.

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