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17.01.2005

18:35 Uhr

Panne bei der Datenübertragung

Forscher müssen nach Panne Titan-Winddaten rekonstruieren

Die Panne bei der Datenübertragung der „Huygens“-Mission zum Saturnmond Titan geschah nach Forscheraussagen wahrscheinlich wegen eines „menschlichen Fehlers“. Einer der beiden Übertragungskanäle war am vergangenen Freitag ausgefallen.

Bilder vom Saturnmond Titan

Panorama-Bild vom Saturnmond Titan

dpa BONN. Die Panne bei der Datenübertragung der „Huygens“-Mission zum Saturnmond Titan geschah nach Forscheraussagen wahrscheinlich wegen eines „menschlichen Fehlers“. Einer der beiden Übertragungskanäle war am vergangenen Freitag ausgefallen.

Offenbar sei der Kanal an der amerikanischen Raumsonde „Cassini“, über den die Informationen von „Huygens“ zur Erde gesendet werden sollten, nicht eingeschaltet worden, sagte Michael Bird am Montag der dpa. Der Forscher vom Radioastronomischen Institut der Universität Bonn war an den Studien zur Windmessung auf dem Titan beteiligt.

Bird sprach von einer „großen Enttäuschung“. Betroffen sei vor allem das Experiment für die Bestimmung der Winde auf dem Titan. Neben den Daten der Windmessung seien auch rund 350 Bilder verloren gegangen. Aber es gebe noch rund 360 ähnliche Bilder auf Grund von abwechselnden Aufnahmen auf dem anderen Kanal.

Die verlorenen Daten könnten „nie wieder hergestellt werden“, sagte Bird. Erkenntnisse über die Winde könnten aber mit Hilfe von anderen empfangenen Signalen rekonstruiert werden. Mit den verlorenen Daten hätte innerhalb von einer Stunde ein „Windprofil“ erstellt werden können. Er denke aber, das wissenschaftliche Ziel sei noch zu erreichen. Dafür sei nun auch mehr Zeit erforderlich - „vielleicht noch sieben bis zehn Tage bis zu einem Windprofil“.

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