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24.07.2012

13:08 Uhr

Panne im All

Progress-Transporter muss abdrehen

Der erste Test für ein neues Raumschiff-Andockverfahren ist gründlich missglückt: Ein russischer Progress-Transporter konnte nicht an der Raumstation ISS ankoppeln – und muss nun erst einmal warten.

Die Raumstation ISS ist auf die Versorgung durch die Progress-Raumfrachter angewiesen. dapd

Die Raumstation ISS ist auf die Versorgung durch die Progress-Raumfrachter angewiesen.

MoskauEin russischer Progress-Raumfrachter ist bei einem Test für ein neuartiges Andockmanöver an die Internationale Raumstation ISS gescheitert. Wegen eines „offensichtlichen Fehlers“ habe die Progress nicht wie geplant an die ISS angedockt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag mit.

Ein Sprecher des russischen Kontrollzentrums bestätigte den Fehlschlag. Für den Test hatte die Progress M-15M am Sonntag von der Raumstation abgekoppelt und sich der ISS dann wieder genähert. Damit sollte ein neues Andockmanöver getestet werden, das künftige Versorgungsflüge zur ISS erleichtern soll.

Der Raumfrachter solle nun voraussichtlich am Samstag oder Sonntag einen neuen Andockversuch starten, erklärte die Nasa. Bis dahin befinde sich die Progress in „sicherem Abstand“ zur ISS, in der derzeit sechs Astronauten arbeiten.

Im vergangenen Jahr hatte eine Pannenserie im russischen Raumfahrtprogramm für einige Aufregung gesorgt - auch auf der ISS. Insgesamt scheiterten fünf Missionen. Unter anderem stürzte im August eine Sojus-Rakete mitsamt einer Progress-Versorgungsraumfähre kurz nach dem Start ab. Daraufhin kamen die Versorgungsflüge zur ISS für rund drei Monate zum Erliegen.

 

Von

afp

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