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21.09.2012

10:19 Uhr

Partnerroboter

Wenn der Roboter die Kopfhaut massiert

VonMartin Kölling

Jahrelang haben bei Japans größtem Autohersteller Toyota Heerscharen von Ingenieure im Geheimen Roboter entwickelt. Nun tauchen immer mehr ihrer Kreationen in der Menschenwelt auf. Und Toyota ist nicht allein. 

Toyotas "Human Support Robot" kann in der Wohnstube Gegenstände bringen, aufheben und von Regalen herunterholen sowie Vorhänge auf- und zuziehen. Toyota

Toyotas "Human Support Robot" kann in der Wohnstube Gegenstände bringen, aufheben und von Regalen herunterholen sowie Vorhänge auf- und zuziehen.

TokioToyota hat einen Roboter für das Wohnzimmer entwickelt. Bei dem heute in Toyota-City angekündigtem „Human Support Robot“ handelt es sich um einen zylindrischen Körper mit einem Kamerakopf und einem Greifarm. Der Prototyp kann in der Wohnstube Gegenstände bringen, aufheben und von Regalen herunterholen sowie Vorhänge auf und zu ziehen.

Der Roboter ist ein weiteres Zeichen für Toyotas große Ambitionen im Robotergeschäft. 2006 hat Japans größter Autobauer eine große Roboterabteilung gegründet, die nützliche Robotertechniken für Fabriken, für Fahrzeuge, aber auch für den Einsatz im menschlichen Alltag entwickeln soll.

Die ersten Jahre war es noch ruhig an der Roboterfront. Doch seit zwei Jahren stößt die Abteilung immer neue, nahezu marktreife Prototypen für Partnerroboter aus. Dabei konzentriert sich das Unternehmen genau wie der ebenso ambitionierte Elektronikriese Panasonic zuerst auf den Einsatz in der Krankenpflege.

Das Ziel der Geräte ist, dem Pflegepersonal die Arbeit zu erleichtern und alten oder behinderten Menschen länger ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Die Ideen des vorigen Jahres waren eine Roboter-Beinprothese und ein Gerät, das dem Pflegepersonal die Pflege von bettlägerigen Patienten erleichtert. Die Geräte befänden sich in der Erprobungsphase und könnten 2013 auf den Markt kommen, sagt die Toyota-Sprecherin Jiecheng Fang.

Toyotas erster richtiger Partnerroboter wurde zusammen mit Japans Vereinigung für Helferhunde. Mit Hilfe von deren Experten sollte ein Roboter entwickelt werden, der Menschen mit behinderten Gliedmaßen das Leben erleichtert. 2011 fanden bereits die ersten Feldversuche statt. Mit deren Erfahrungen wurde der jetzige Prototyp entwickelt.

Kommentare (1)

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Nextstep

21.09.2012, 12:45 Uhr

Und erneut sind es japanische Unternehmen,welche die Zeichen der Zeit schon lange erkannt haben und handeln.Glückwünsche insbesondere an Toyota für ihren Mut Visionen in die Tat umzusetzen und die Evolution unserer technischen Zivilisation voranzubringen.

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