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28.01.2013

11:23 Uhr

Phlegräische Felder

Forscher blicken mit Sorge auf Supervulkan

Die Phlegräischen Felder bei Neapel gehören zur seltenen Kategorie der Supervulkane. Derzeit hebt sich der Boden in dem Gebiet. Forscher blicken mit Sorge auf den Vulkan, dessen Ausbruch ganz Europa treffen würde.

Direkt neben der italienischen Millionenstadt Neapel liegen die Phlegräischen Felder - ein Supervulkan, der Forschern Sorge bereitet. dpa

Direkt neben der italienischen Millionenstadt Neapel liegen die Phlegräischen Felder - ein Supervulkan, der Forschern Sorge bereitet.

Neapel/PotsdamDie Sorge um den Supervulkan im Nordwesten Neapels wächst. Seit wenigen Wochen hebt sich der Boden an den Phlegräischen (griechisch: brennenden) Feldern stärker als zuvor. Befürchtet wird, dass sich unter den Supervulkan eine gigantische Magmakammer füllt, die mit der Kammer unter dem weiter östlich gelegenen Vesuv verbunden ist.

Der italienische Zivilschutz die Warnstufe erhöht. Der Boden hebe sich derzeit um etwa drei Zentimeter pro Monat, sagt Thomas Wiersberg vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam. Er gehört zu einem internationalen Forscherteam, das im Sommer Bohrungen zur Untersuchung des Vulkans startete, der zur seltenen Kategorie der Supervulkane zählt.

Solche Giganten können bei einem Ausbruch riesige Gebiete verwüsten. Ein Ausbruch der Phlegräischen Felder etwa würde große Teile Europas in Mitleidenschaft ziehen, zudem könnten weltweit Auswirkungen wie etwa Klimaveränderungen drohen.

Wiersbergs Team drang erst kürzlich mit einer Pilotbohrung bis in 500 Meter Tiefe vor. Ergebnisse gebe es aber noch nicht, so der Forscher. Ob die Bodenhebungen auf einen bevorstehenden Ausbruch hindeuten, sei ungewiss. Einerseits könnte mit dem höheren Druck die Gefahr eines Ausbruchs steigen. Andererseits gab es aber seit den 1960er Jahren zwei Phasen mit starken Hebungen, ohne dass es zu einem Ausbruch kam.

Kommentare (3)

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petervonbremen

28.01.2013, 11:54 Uhr

Don't panic.Die höhere Landhebungsrate könnte doch ein glücklicher Umstand sein, in dessen Folge der Druck in den Magma Kammern (hoffentlich ausreichend stark) abgebaut wird.
Kritisch wird es doch erst, wenn die Kruste oberhalb der Magmakammern ganz oder partiell zu starr ist, um dem Druck durch Bewegung kontinuierlich und in ausreichendem Maße nachzugeben. - Dann, und nur dann würde es sehr kritisch werden. - Da man diese Parameter, meines Wissens aber nicht mit hinreichender Genauigkeit ermitteln kann, sind Vorhersagen daher eher dem Bereich der GeoTheologie als dem der Geowissenschaften zuzuordnen ;o)

WeitraLord

28.01.2013, 12:00 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

28.01.2013, 13:20 Uhr

Also genauso wie ihren Kommentar.

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