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10.01.2017

11:02 Uhr

Planetenforschung

Entstand der Mond aus vielen Möndchen?

VonJan Dönges
Quelle:Spektrum.de

Der Mond entstand durch die Kollision eines marsgroßen Protoplaneten mit der jungen Erde – so lautet die gängige Erklärung zur Entstehung des Erdtrabanten. Nun wollen Forscher eine plausiblere Theorie gefunden haben.

Nach gängiger Vorstellung entstand der Mond durch die Kollision eines Protoplaneten mit der jungen Erde. Doch es gibt auch andere Theorien. Nasa

Kosmischer Crash

Nach gängiger Vorstellung entstand der Mond durch die Kollision eines Protoplaneten mit der jungen Erde. Doch es gibt auch andere Theorien.

HeidelbergLaut vorherrschender Meinung entstand der Erdmond mit einem gewaltigen Knall. Ein etwa marsgroßer Protoplanet kollidierte mit der frühen Erde, enorme Mengen Materials wurden ins All geschleudert und verfestigten sich im Lauf der Zeit zu einer Kugel, die schließlich an ihren heutigen Platz migrierte. Dieses Szenario, das viele Eigenschaften des heutigen Monds hervorragend erklären kann, hat jedoch eine Schwachstelle.

Denn so unterschiedlich Mond und Erde aussehen mögen, so ähnlich sind sie sich aus chemischer Sicht. Wo aber verblieb dann das Material des Theia genannten Einschlagskörpers? Simulationen zufolge müsste sich ein Großteil davon im Mondgestein finden. Doch dann würden sich Erde und Mond chemisch stark unterscheiden.

Zur Lösung dieses Problems haben Wissenschaftler diverse Zusatzannahmen entwickelt, etwa einen besonderen Aufprallwinkel und bestimmte Prozesse, die nach dem planetaren Crash stattfanden. Sie haben zur Folge, dass das Material von Theia beispielsweise im Innern der Erde verschwindet oder sich das Material beider Körper komplett vermischt.

Ein alternatives Szenario, das (bislang) ohne rettende Zusatzannahmen auskommt, präsentieren nun Forscher um Raluca Rufu vom Weizmann Institute of Science im israelischen Rehovot. Genauer gesagt beleben sie dafür eine ältere Theorie, die gegenüber dem Theia-Szenario ins Hintertreffen geraten war.

Demnach kollidierten dutzende kleinere Körper mit der frühen Erde und schleuderten dabei sukzessive das heutige Mondgestein ins All. Nach jedem Aufprall bildete sich aus der Auswurfmasse zunächst eine Scheibe um die Erde, die sich zu einem „Möndchen“ (englisch: moonlet) verfestigte. Diese Protomonde drifteten dann von der Erde weg und vereinigten sich mit dem wachsenden Mond. Über Millionen von Jahren entstand dadurch der heutige Erdtrabant.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.01.2017, 16:05 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

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