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28.03.2012

12:00 Uhr

Planetenforschung

Milliarden Supererden bevölkern die Milchstraße

VonThomas Trösch

Rote Zwerge sind mit Abstand die häufigsten Sterne in unserer Milchstraße. Jetzt haben Wissenschaftler berechnet, wie viele dieser Zwergsonnen bewohnbare Planeten bescheinen könnten.

Diese künstlerische Darstellung zeigt einen Sonnenuntergang auf der Supererde Gliese 667Cc. ESO/L. Calçada

Diese künstlerische Darstellung zeigt einen Sonnenuntergang auf der Supererde Gliese 667Cc.

DüsseldorfSie sind die Ameisen unter den Sternen – klein, zahlreich und erstaunlich langlebig. Rote Zwerge haben im Vergleich zur Sonne deutlich niedrigere Oberflächentemperaturen, dafür aber eine wesentlich längere Lebensspanne. Und sie machen rund 80 Prozent aller Sterne in der Milchstraße aus.

Jetzt haben Astronomen untersucht, inwieweit die kleinen Dauerbrenner als Heimat für erdähnliche Planeten taugen. Basierend auf Daten des HARPS-Spektrografen am 3,6-Meter Teleskop der europäischen Südsternwarte Eso in Chile hat ein internationales Forscherteam berechnet, wie groß die Zahl möglicher Supererden – also Planeten mit Massen zwischen einer und zehn Erdmassen – auf Umlaufbahnen um rote Zwerge sein könnte.

Das HARPS-Team überwachte während einer sechsjährigen Beobachtungsphase 102 rote Zwerge am Südhimmel. Dabei fanden die Astronomen insgesamt neun Supererden, darunter auch zwei, die ihre Zentralgestirne innerhalb deren habitabler Zone umkreisen – also in der Zone, in der Wasser in flüssiger Form vorkommen könnte.

Aus diesen Beobachtungen sowie den Ergebnissen früherer Untersuchungen rechneten die Forscher die Gesamtzahl der Supererden auf Umlaufbahnen in den habitablen Zonen roter Zwerge hoch. „Weil rote Zwerge so häufig sind“, so der Leiter der Studie, Xavier Bonfils vom Observatoire des Sciences de l'Univers de Grenoble, „führt uns das zu der erstaunlichen Schlussfolgerung, dass es alleine in unserer Milchstraße mehrere zehn Milliarden solcher Planeten gibt.”

Kommentare (17)

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Gott_wuerfelt_nicht

28.03.2012, 12:17 Uhr

Es gibt keine zweite Erde, auch wenn die Wissenschaft danach sucht.
Wir Menschen sind allein im Universum.
Das anthropische Prinzip besagt, dass das beobachtbare Universum nur deshalb beobachtbar ist, weil es alle Eigenschaften hat, die dem Beobachter ein Leben ermöglichen. Wäre es nicht für die Entwicklung bewusstseinsfähigen Lebens geeignet, so wäre auch niemand da, der es beschreiben könnte.
Wir Menschen existieren, um das Universum zu beobachten und zu beschreiben. Das genau ist der Grund, warum es uns überhaupt gibt. Die Physik beschreibt nur den Raum und die Zeit. Beginn mit der Urknalltheorie. Was vor dem Urknall passierte, kann die Wissenschaft nicht beschreiben, weil sie darauf keinen Zugriff hat.
Vor der Urknalltheorie gab es keinen Raum und keine Zeit.
Erst mit Beginn der Urknalltheorie lassen sich Raum und Zeit beschreiben.
Aber was war vor Beginn von Raum und Zeit?
Auf diese existenzielle Frage wird es in unserer materiellen Welt niemals eine Antwort geben können.


Account gelöscht!

28.03.2012, 12:46 Uhr

Ja,ja,wissen wir.Und,dass die Erde flach ist, der Mittelpunkt des Universums ist und dass die Sonne um die Erde kreist auch.Über den religiösen Schwachsinn in anderen Wissenschaftsfelder muss man ganz schweigen.Dass es Leben gibt auf anderen Planeten welche die Bedingungen daür aufweisen,beweist die einfache Mathematik.Aber nicht verzweifeln,eine solche Entdeckung wird zwar die Basis vieler Religionen-die Einzigartigkeit des Menschen und der 'Schöpfung'-erschüttern,aber die Physik wird das Übrige machen.Schon aufgrund der Entfernungen werden wir mit diesen Lebensformen nie nicht in Verbindung tretten können.

Gott_wuerfelt_nicht

28.03.2012, 12:57 Uhr

Lieber M.Deyanaron,

bleiben Sie bei den Tatsachen.

Gar nichts beweisst die Mathematik!
Ihre Hochrechnungen sind reine Spekulation.
Fakt ist das es in diesem Universum bisher nur einen einzigen Planeten mit intelligenten Lebensformen gibt, und das ist die Erde im Sonnensystem.
Ansonsten wäre mir nach heutigem Kenntnisstand kein anderer Planet bekannt, welcher der Erde gleicht und von einer intelligenten Lebensform bewohnt wird.
Die Erde ist im Universum bisher einmalig, da es bisher keinen Beweis für das Gegenteil gibt, das ist nunmal Fakt.



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