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20.02.2014

11:35 Uhr

Planetenmission Plato

Europa sucht nach Zwillingen der Erde

Nun hat sich auch die europäische Weltraumagentur Esa der Suche nach fernen Planeten verschrieben. Die Esa-Mission Plato soll eine Million Sonnen ins Visier nehmen und nach deren planetaren Begleitern fahnden.

Das Weltraumteleskop Plato soll nach der "zweiten Erde" suchen. Dafür untersucht es Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die in einer lebensfreundlichen Zone um ihren Stern kreisen. dpa

Das Weltraumteleskop Plato soll nach der "zweiten Erde" suchen. Dafür untersucht es Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die in einer lebensfreundlichen Zone um ihren Stern kreisen.

DüsseldorfWie verbreitet sind Planeten wie die Erde in unserer Galaxie? Und bieten solche Planeten Bedingungen, die die Evolution von Leben zulassen? Zur Beantwortung dieser Fragen soll die Mission „Plato“ (Planetary Transits and Oscillations of Stars) der Europäischen Weltraumagentur Esa beitragen. Spätestens 2024 soll eine Sonde mit 34 Teleskopen und Kameras ins All starten.

Sechs Jahre lang wird die Raumsonde Sterne nach Planeten absuchen, die um sie kreisen. Die Eigenschaften von 85.000 dieser Systeme sollen genau bestimmt werden. In enger Zusammenarbeit mit zahlreichen europäischen Partnern übernimmt Deutschland dabei eine Führungsrolle: Das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) leitet die Gesamtmission, das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) die Auswertung der Daten am Boden im Plato-Datenzentrum. 

„Plato wird Planeten wie die Erde entdecken, die die notwendigen Voraussetzungen für Leben bieten“, so Laurent Gizon, Direktor am MPS. Dank Weltraummissionen wie Corot oder Kepler hat es bei der Suche nach Exoplaneten in den vergangenen Jahren gewaltige Fortschritte gegeben. Allerdings waren diese Missionen nicht darauf angelegt, neue Welten zu finden, die Sterne in unserer Nähe umkreisen. Erst Plato wird in der Lage sein, diese Sterne und ihre Planeten zu untersuchen.

Das wichtigste Ziel der Mission ist es, einen Zwilling der Erde zu entdecken. „Wir werden Planeten finden, die ihren sonnenähnlichen Stern in der lebensfreundlichen, der habitablen Zone umkreisen: Planeten, auf deren Oberfläche Wasser vorhanden sein könnte und auf denen dann vielleicht sogar die Entwicklung von Leben, wie wir es kennen, möglich wäre“, so Gizon.

Wenn ein Exoplanet auf seiner Umlaufbahn von der Erde aus betrachtet vor seinem Stern vorüberzieht, dämpft er das Licht des Sterns leicht. Diesen Zusammenhang wird Plato nutzen, um die Exoplaneten aufzuspüren.

Ziel ist es, eine Millionen Lichtkurven von Sternen auszuwerten. „Dieser ‚Plato-Katalog‘ wird von unschätzbarem Wert für viele kommende Generationen von Astronomen sein“, so Gizon. „Besonders, weil er auch die Planeten enthalten wird, bei denen eine weitergehende Suche nach Leben sinnvoll ist.“

Von

tt

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