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08.09.2015

10:38 Uhr

Pluto-Sonde

Schnellere Datenübertragung von New Horizons

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Die Forscher der New-Horizons-Mission sind Warten gewohnt: Neun Jahre brauchte die Sonde, um ihr Ziel zu erreichen. Immerhin konnte die Nasa jetzt die Datenübertragung der Sonde etwas beschleunigen.

Diese Aufnahme von Pluto machte New Horizons aus etwa 450.000 Kilometer Entfernung. 95 Prozent der Daten, die von der Raumsonde während ihres Vorbeiflugs an dem Zwergplaneten gesammelt wurden, sind noch nicht zur Erde gefunkt worden. ap

Zwergplanet mit Herz

Diese Aufnahme von Pluto machte New Horizons aus etwa 450.000 Kilometer Entfernung. 95 Prozent der Daten, die von der Raumsonde während ihres Vorbeiflugs an dem Zwergplaneten gesammelt wurden, sind noch nicht zur Erde gefunkt worden.

BerlinMittlerweile tröpfeln die Daten schneller: Forscher der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) haben die Übertragung der Daten beschleunigt, die die Sonde New Horizons beim Vorbeiflug am Zwergplaneten Pluto gesammelt hat. Es wird dennoch lange dauern, bis die Daten vollständig auf der Erde eingetroffen sind.

New Horizons hat schon direkt nach dem Vorbeiflug Daten zur Erde gesendet, allerdings erst einen sehr geringen Teil: Etwa 95 Prozent der Daten befinden sich laut Nasa noch in den Speichern der Sonde.

Insgesamt hat die Sonde mit ihren sieben wissenschaftlichen Instrumenten mehrere Dutzend Gigabyte an Daten gesammelt. Darunter sind hochaufgelöste Fotos und Spektraldaten aus der Atmosphäre.

Um den Download zu beschleunigen, haben die Nasa-Mitarbeiter jetzt die Übertragungsgeschwindigkeit erhöht. Allerdings ist das Herunterladen immer noch mühsam. Die Übertragungsrate liegt bei 1 bis 4 Kilobit pro Sekunde. Wegen der großen Entfernung – New Horizons ist derzeit knapp fünf Milliarden Kilometer von der Erde entfernt – benötigt ein Funksignal etwa 4,5 Stunden, bis es bei uns ankommt.

Die Daten werden von den Antennen des Deep Space Network empfangen, unter anderem vom Goldstone Observatory in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien und vom Canberra Deep Space Communication Complex (CDSCC) südwestlich der australischen Hauptstadt Canberra. New Horizons sendet auf dem X-Band, dem Frequenzbereich zwischen 8 und 12 Gigahertz.

Es wird voraussichtlich bis Oktober 2016 dauern, bis das Datenkonvolut vollständig zur Erde übertragen worden ist. „Die New-Horizons-Mission hat schon Jahre lang Geduld erfordert“, sagte Hal Weaver, wissenschaftlicher Leiter von New Horizons. „Aber von den wenigen Daten, die wir bisher bekommen haben, wissen wir, dass die Resultate, die noch kommen, das Warten lohnen.“

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