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08.10.2012

09:34 Uhr

Privater Raumtransporter

Raumfähre Dragon zur ISS gestartet

Den Test hat die unbemannte Transportkapsel Dragon schon im Mai bestanden. Nun musste der Drache ernsthaft an die Arbeit: In der Nacht hob er mit einer Überraschung im Bauch zur ISS ab.

Outsourcing im All

Raketenstart in Cape Canaveral

Outsourcing im All: Raketenstart in Cape Canaveral

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WashingtonDer erste private Raumtransporter der Geschichte ist am Sonntagabend (Ortszeit) problemlos ins All gestartet. Die unbemannte Dragon-Transportkapsel hob mit Hilfe einer Falcon 9-Rakete plangemäß um 20.35 Ortszeit (02.35 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida ab. Bis zum Schluss hatten die Ingenieure noch wegen der recht hohen Regenwahrscheinlichkeit um den pünktlichen Start gebangt.

Nach dem geglückten Testflug im Mai ist es der erste von zwölf geplanten Transportflügen, die das Unternehmen SpaceX mit der US-Raumfahrtbehörde NASA vereinbart hat. Bleibt der Drache plangemäß auf Kurs, wird er am Mittwoch mit 455 Kilogramm Forschungsmaterial an Bord an der Internationalen Raumstation ISS andocken.

Raumtransporter Dragon im Überblick

Größe

Die „Dragon“-Raumkapsel hat eine Länge von 4,4 Metern. Ihr Durchmesser beträgt 3,6 Meter. In dem drucklosen Laderaum der Kapsel können mehr als 3300 Kilogramm Fracht transportiert werden.

Trägersystem I

Die Raumkapsel wird mit einer „Falcon 9“-Trägerrakete, die ebenfalls von SpaceX entwickelt wurde, ins All geschickt. Mit der an der Spitze montierten Raumkapsel ist die Rakete 48 Meter hoch.

Trägersystem II

Die „Falcon 9“-Rakete ist nach dem Raumschiff „Millennium Falcon“ aus den „Star Wars“-Kinofilmen benannt. Die Trägerrakete hat neun Triebwerke und 18 Schubdüsen für das Manövrieren im Orbit.

Ladung

Der Raumtransporter ist beladen mit mehr als 500 Kilogramm Vorräten und Materialien für wissenschaftliche Experimente.

Bemannte Missionen

Das Design der Kapsel ist so angelegt, dass sie umgebaut werden kann, um in Zukunft bis zu sieben Astronauten zu transportieren.

Für die Astronauten in der Raumstation hat Dragon aber noch etwas ganz Besonderes dabei: Es gibt „fliegende Eiscreme“, verriet Nasa-Programm-Manager Michael Suffredini. „Wir versuchen, etwas 'Bonus-Essen' für die Crew mit hochzuschicken.“

Dafür, dass die Vanille-Eiscreme mit der Schokosauce auf dem dreitägigen Flug zur Station nicht schmilzt, sorgt ein Kühlschrank im Bauch des Drachen. Er soll auf dem Rückweg Urin- und Blutproben für einige Experimente kühlen.

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