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24.04.2012

11:25 Uhr

Privates Raumschiff

Der Start des Drachen verzögert sich erneut

Der erste Flug eines privaten Raumtransporters zur Raumstation ISS muss erneut verschoben werden. SpaceX, Hersteller der Dragon-Raumkapsel, benötigt mehr Zeit für Tests des komplizierten Andockmanövers.

Die Computergrafik zeigt die Raumkapsel Dragon bei der Landung. Auf ihren ersten Start zur Raumstation ISS muss der Transporter des US-Unternehmens SpaceX noch warten. dpa

Die Computergrafik zeigt die Raumkapsel Dragon bei der Landung. Auf ihren ersten Start zur Raumstation ISS muss der Transporter des US-Unternehmens SpaceX noch warten.

WashingtonDer für den 30. April geplante Start des ersten privaten Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS wird sich um mindestens eine Woche verzögern. Es soll mehr Zeit für Tests der Andocksysteme gewonnen werden, schrieb der Chef des US-Unternehmens SpaceX, Elon Musk, im Kurznachrichtendienst Twitter. Ein neuer Termin werde mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa koordiniert.

Die Reise der unbemannten Kapsel namens „Dragon“ (Drache) soll drei Tage dauern. Der Start mit einer Falcon-9-Trägerrakete ist vom Nasa-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida vorgesehen. Ursprünglich war der erste Testflug bereits für vergangenen November geplant, musste dann aber wegen technischer Probleme mehrfach verschoben werden.

Das geplante Andockmanöver gehört zu den kompliziertesten Phasen der Dragon-Mission. In der Endphase des Manövers wird die Kapsel vom Roboterarm der ISS gepackt und in die richtige Parkposition gebracht.

Der Einsatz kommerzieller Transporter war von der US-Regierung im Zeichen des Sparens beschlossen worden: Dahinter steht die Annahme, dass von Privatfirmen entwickelte Vehikel billiger seien. Die Nasa schloss mit SpaceX einen Milliardenvertrag über zwölf Flüge ab, die Ladung zur ISS bringen sollen.

Bei ihrem Testflug soll die Kapsel 521 Kilogramm Ladung zur Raumstation bringen, vor allem Lebensmittel für die Astronauten. Auf dem Rückflug wird „Dragon“ über 600 Kilogramm Müll an Bord haben. Für die Zukunft ist auch an bemannte Flüge des Transporters gedacht.

Seit dem Ende des Shuttle-Programms der Nasa im vergangenen Jahr verfügen die USA über keine eigenen Raumtransporter mehr. Sie sind auf Mitfahrgelegenheiten in russischen „Sojus“-Kapseln angewiesen.

Von

dpa

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